Altersvorsorge
Experten fordern Änderung der Riester-Rente

Die staatlich geförderte Riester-Rente muss nach Ansicht des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) einfacher und flexibler werden. Die Versicherungswirtschaft widersprach und warnte vor erneuten Reformdiskussionen.

HB. BERLIN. Die Intransparenz und die verschiedenen, unterschiedlich geförderten Produkte seien der Hauptgrund für den mäßigen Erfolg der Riester-Rente, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten DIA-Studie. „Das Hauptziel der Rentenreform ist noch lange nicht erreicht“, schreibt das im Wesentlichen von der Deutschen Bank getragene DIA. Udo Reifner, Mitautor der Studie, sprach bei der Riester-Rente zwar von einem großen Schritt nach vorne und lobte, dass damit verschiedene Formen wie Kapitallebensversicherung oder Spar-Vertrag gefördert werden.

Die Deutschen würden aus Verunsicherung und wegen der komplizierten Produkte häufig aber gar nichts tun. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verwies dagegen auf 15,2 Millionen seit 2002 abgeschlossene Versicherungsverträge. Die Anfang des Jahres beschlossenen Vereinfachungen bei der Riester-Rente würden das Neugeschäft 2005 zudem beleben. Diese Erwartung äußerte auch das Bundessozialministerium.

Das DIA plädierte dafür, dass der Arbeitgeber für die Riester-Rente vorgesehene Beiträge zunächst automatisch zurücklegen müsse, bis sich der Beschäftigte klar gegen eine zusätzliche Altersvorsorge oder für eine bestimmte Anlageform ausspreche. Bemängelt wurde, dass Häuser und Wohnungen überhaupt nicht über die Riester-Rente gefördert würden, obwohl dies ein wichtiges Sparziel sei.

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