Altersvorsorge
Kassensturz gehört zur guten Planung

Nach dem Job ein schönes Leben ohne Einschränkungen: Wer rechtzeitig die Finanzen sortiert und weiß, welche Abzüge zu erwarten sind, kann sich darauf freuen.

„Ich wollte ja nicht aufhören, ich musste.“ Auf der Werbe-Tingeltour für seine Memoiren klagte Gerhard Schröder über sein hartes Los als abgewählter Zwangspensionär. In Aufsichtsräten sitzen, Bücher veröffentlichen - so ganz loslassen mag der frühere Kanzler nicht. Schon gar nicht finanziell. Die verkaufsträchtige Übersetzung seiner Alterseinsichten in acht Sprachen ist in Vorbereitung, der Kontrollposten bei einer Gazprom-Tochter bringt um die 250 000 Euro im Jahr. Das dürfte reichen.

Den Abschied vom Job ignorieren und einfach weiterarbeiten so wie Schröder, das ist für die wenigsten Deutschen mit 65 eine Option. Wenn der Büroschlüssel abgegeben ist, dann ist Schluss - von da an muss sich zeigen, wie gut die finanzielle Vorsorge war. Gute Vorsorge erfordert gute Vorbereitung. Wer mit Mitte 50 seine Finanzen ordnet, macht sich an eine Planung, die 30 Jahre mit oft steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen aushalten sollte.

Ohne Überblick läuft schon deshalb nichts, weil die Politik ständig neue Fakten schafft, die den so genannten Best Agern ans Portemonnaie gehen. Angefangen von der seit 2005 gültigen Steuerpflicht für Alterseinkünfte, der Gesundheitsreform, die die Krankenversicherung verteuert, bis hin zur gesamtwirtschaftlich überfälligen Rente mit 67 für künftige Generationen.

Seit der Kabinettssitzung der großen Koalition vergangener Woche ist klar: Von 2012 bis 2029 wird das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 angehoben. Die ersten Lebensversicherer überlegen schon, wie sie - falls vom Kunden gewünscht - ihre Verträge nachjustieren können. Meist stehen 63 oder 65 Jahre als Endalter im Vertrag.

Für die gesetzliche Rente gilt künftig: Wer 35 Jahre eingezahlt hat, kann zwar mit 63 Jahren den Ausstand feiern, verliert aber zukünftig bis zu 14,4 Prozent seiner Rente - lebenslang. Ob Sie sich das leisten können, klärt ein Vorsorgecheck. Stellen Sie dabei alles infrage. Misstrauen Sie den Hochrechnungen Ihrer Fonds und Ihrer Lebensversicherung, gehen Sie von steigenden Gesundheitskosten aus, bezweifeln Sie jede Ersparnis aus einer Steuerreform und glauben Sie auch Ihrer eigenen Schätzung über den Wert Ihrer Immobilie nicht - erst dann sind Sie auf der sicheren Seite.

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