Altersvorsorge
Nachfrage nach Rürup-Rente steigt

Die Rürup-Rente als private Altersvorsorge gewinnt offenbar an Zuspruch: Die Fondstochter der Deutschen Bank, DWS, bringt aufgrund zunehmender Anfragen von Kunden am 1. Oktober nun doch ein Produkt für die steuerlich geförderte Privatrente auf den Markt.

FRANKFURT. "Wir haben seit Jahresanfang einen hohen Bedarf festgestellt", sagte Birgit Brandt, Produktentwicklerin bei der DWS. Ursprünglich wollte die Fondstochter der Deutschen Bank kein Rürup-Produkt auflegen. Denn der Fondsanbieter ist mit den Rahmenbedingungen nicht zufrieden. Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber keine reinen Fondsprodukte für die Rürup-Rente erlaubt. Zwar darf die Einzahlphase als Fondssparplan laufen, in der Auszahlphase schreibt das Gesetz aber eine Rentenversicherung vor.

Bislang bietet nur die Deka eine fondsbasierte Rürup-Rente an, ansonsten gibt es ausschließlich Rürup-Rentenversicherungen. Das neue Produkt der Deutsche-Bank-Tochter unterscheidet sich nach eigener Aussage von der Konkurrenz etwa durch die Möglichkeit, im laufenden Vertrag den Anbieter wechseln zu können.

Das Marktpotenzial für die Rürup-Rente beziffern Experten auf einen hohen einstelligen Millionenbereich. Als interessant gilt diese Form der privaten Altersvorsorge für Selbstständige und Besserverdienende, da man bis zu 20 000 Euro im Jahr steuerfrei in den Vertrag einzahlen kann. Steuern fallen im Rentenalter an. Bislang haben allerdings erst knapp 700 000 Menschen einen Rürup-Vertrag abgeschlossen. Denn die Rürup-Rente gilt als relativ starr, da das angesparte Kapital generell nicht beleihbar, vererbbar oder veräußerbar ist und nur als Versicherung ausgezahlt wird.

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