Altersvorsorge
Was sich für Riester-Kunden ändert

Entwarnung für viele Riester-Sparer, die ihre Zulage aus Unwissenheit verloren haben. Nach dem Wirbel um die Rückforderung der Zulagen durch die Bundesregierung, dürfen die Sparer ihre Beiträge nun nachzahlen.
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Berlin, FrankfurtEntwarnung für viele der 1,5 Millionen Riester-Sparer, deren Zulage kürzlich zurückgebucht wurde: Diejenigen, die unwissend keine Beiträge in ihren Vertrag für die staatlich geförderte private Altersvorsorge eingezahlt haben, dürfen dies nachholen. Sie sollen ihre staatliche Zulage dann zurückerstattet bekommen. Das hat das Bundeskabinett gestern nach einem Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums beschlossen.

Die Regierung reagiert damit auf den Wirbel um die Rückforderung von insgesamt einer halben Milliarde Euro an Zulagen. „Damit bleibt der Zulagenanspruch rückwirkend für die Vergangenheit erhalten“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble. Wie das Finanzministerium mitteilt, werden diejenigen, die in der Vergangenheit unabsichtlich keine Beiträge eingezahlt haben und damit ihre Zulagen verloren haben, darüber informiert, dass und wie sie innerhalb von zwei Jahren nachzahlen können.

In eine solche Lage können zum Beispiel nicht berufstätige Ehefrauen kommen, die durch die Geburt eines Kindes beitragspflichtig geworden sind, weil sie für die Elternzeit von drei Jahren Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung werden. Dies könnte der Frau in einem solchen Fall aber nicht bewusst sein, so das Ministerium, weil sie zuvor keine Beiträge einzahlen musste, wenn auch ihr Mann einen Riester-Vertrag hat.

Betroffene Riester-Sparer können ihrem Finanzanbieter sagen, für welche Jahre sie die Summen zurückzahlen wollen. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) wird dann die Zulage zurückzahlen. Damit das Riester-Chaos künftig vermieden wird, müssen von 2012 an alle Riester-Sparer einen Eigenbeitrag von mindestens 60 Euro im Jahr zahlen, um eine volle Zulage zu bekommen. Kinderlose, nicht berufstätige Ehepartner hatten bisher den vollen Zulagenanspruch auch ohne eigene Beiträge.

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Überprüfung der Zulagen auch künftig erst im Nachhinein

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