Altersvorsorge
Wichtig ist ein guter Krankenschutz

Eine gute Krankenversicherung im Alter ist unverzichtbar - und kann teuer werden. Worauf Kassenpatienten und Privatversicherte im Ruhestand achten sollten.
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Die Schere öffnet sich: Wenn das monatliche Budget durch die Umstellung aufs Rentnerdasein kleiner wird, spielen die Gesundheit und ihre Kosten eine immer größere Rolle. Für Privatversicherte ändert sich rechtlich wenig, finanziell womöglich viel: Vom ersten Tag ab Vertragsabschluss bezieht sich ihr Beitrag unabhängig vom Einkommen einzig auf ihr individuelles Gesundheitsrisiko - dabei bleibt es. Knackpunkt: Wie hoch können die Beiträge steigen? Den Rentenversicherungsträger - aus der alten "BfA" ist inzwischen die Deutsche Rentenversicherung geworden - interessiert diese Frage nicht. Er überweist als Zuschuss die Hälfte des durchschnittlichen Beitragssatzes aller gesetzlichen Kassen. Die Differenz ist Privatsache.

Für gesetzlich Versicherte ist die Rechnung komplizierter: Im Arbeitsleben mussten sie je nach Kasse um die 14,3 Prozent vom Gehalt für ihre Gesundheit aufwenden. Aber auf welcher Basis wird als Rentner abgerechnet? Da kommt es zu bösen Überraschungen, denn nicht nur die Rente zählt, sondern auch die betriebliche Altersvorsorge oder eine private Zusatzversicherung. Und je nach Fall fordert die Kasse auch von Kapitalgewinnen, Mieteinnahmen und so weiter ihren Anteil.

Für alle im Weiteren aufgeführten Regelungen und Rechnungen gilt: Stand Ende Oktober 2006! Die Regierung kann Gesetze bei Bedarf erstaunlich schnell ändern - und Vertrauensschutz scheint in Zeiten leerer Kassen selbst vor Gericht wenig Priorität zu genießen. Die häufigsten Fragen für angehende Rentner:

Gesetzlich Krankenversicherte

Wie komme ich in die KvdR, die Krankenversicherung für Rentner?

Was wenige wissen: Im Ruhestand wird die Krankenversicherung finanziell immer von der KvdR übernommen, auch wenn die angestammte gesetzliche Kasse der Ansprechpartner bleibt. Voraussetzung ist aber nicht nur der Eintritt in den Ruhestand, sondern auch, dass Sie zuvor 90 Prozent in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens Kassenmitglied waren, sei es als Pflicht-, Freiwillig- oder Familienversicherter. Wer 40 Jahre gearbeitet hat, muss also 18 der 20 letzten Jahre gesetzlich versichert gewesen sein. Dann muss die KvdR auch die freiwillig gesetzlich Versicherten aufnehmen. Diese Pflicht ist bares Geld wert, wie sich später noch zeigen wird.

Privat Versicherte können zwar bis zum 55. Lebensjahr in die Gesetzliche wechseln, aber die KvdR betrachtet die Spätberufenen als Freiwillige - und kassiert bei ihnen mehr ab. Die Fristenregel der KvdR soll verhindern, dass sich junge, gesunde Kunden günstig von der privaten Krankenversicherung versorgen lassen, um dann im Alter, auf der Flucht vor steigenden Beiträgen, in den Schoß der Gesetzlichen zurückzukehren. Umgekehrt gilt: Man kann sich von der Versicherungspflicht in der KvdR auch befreien lassen, um in die Private zu wechseln - sollte sich das aber gut überlegen. Es gibt kein Rückfahrticket.

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