Altersvorsorge

Wohnen in Gesellschaft ist beliebt

Wie wollen Sie später wohnen? Einfach wie bisher, in einer neuen, altengerechten Wohnung, in einer Seniorenresidenz oder in einer Wohngemeinschaft?
  • Anke Henrich und Martin Gerth
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Darlehen gegen Barrieren. In diesem Jahr spendierte das Land Nordrhein-Westfalen 30 Millionen Euro für ein Förderprogramm zum altersgerechten Umbau von Wohnungen. Bis zu 15 000 Euro zinsgünstigen Kredit erhalten Hausbesitzer, die Stufen beseitigen, Bäder ebenerdig gestalten oder Türen rollstuhlfreundlich verbreitern. Anders als bisher üblich ist die Hilfe vom Land nicht an den sozialen Wohnungsbau gebunden, sondern steht allen Eigentümern offen. Die Politik stellt sich auf die neuen Zeiten ein.

Der Ikea-Slogan "Wohnst du noch, oder lebst du schon?", bringt das Empfinden der Leute auf den Punkt: Wer es im Berufsleben zu einem Stück Wohlstand gebracht, für den ist die eigene Wohnung, das eigene Haus nicht nur Altersvorsorge, sondern vor allem Lebensqualität. Immerhin leben etwa 41 Prozent aller deutschen Rentner in den eigenen vier Wänden.

Allerdings ist der gefühlte Komfort auch eine Frage des Alters: Mit Mitte 30 gekauft und eingerichtet, ist dem Eigentümer 30, 40 Jahre später die Immobilie nicht mehr unbedingt auf die Bedürfnisse geschneidert. Extremfall: Die beiden Kinder sind aus dem Haus, der Ehemann verstorben - zurück bleibt eine Frau in 190 Quadratmetern Eigenheim.

Lebensgewohnheiten, persönliche Ansprüche und körperliche Fitness verändern sich. Entweder muss sich die eigene Immobilie anpassen oder ein neuer, altersgerechter Wohnraum muss her. Wer sich zu spät um das Thema kümmert, weil er womöglich schon pflegebedürftig ist, der hat keine Wahl mehr. Oft entscheiden dann die Angehörigen. Besser, man packt die Aufgabe schon vor dem Ruhestand an.

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