Altersvorsorge
Zeit für die Lebensplanung

Ein paar Jahre noch, dann ist Schluss mit Arbeit. Höchste Zeit, sich mit der Lebensplanung für die Zeit nach den Konferenzen und Business-Flügen zu beschäftigen. Fragt sich nur: Was kommt stattdessen? Die wichtigsten Antworten zum Thema finden Sie hier in unserem Altersvorsorge-Special "Sicher in Rente".

Rentner werden ist nicht schwer, nur geht es bisweilen viel zu schnell. Der heute 69-jährige Berliner Manfred Reimann fiel vor elf Jahren aus allen Wolken, als ihm sein Arbeitgeber unerwartet kündigte. Der Ingenieur war Werbeleiter in einem Elektrokonzern. Inzwischen kommt er sehr gut mit dem Ruhestand zurecht; er hat allerdings lange daran geknabbert, dass er so brüsk abserviert wurde. Das anschließende lange Verfahren vor dem Arbeitsrichter zerrte an den Nerven: "Die Anwälte meines Arbeitgebers stellten mich als Blödmann hin."

Irgendwann war er drüber weg. "Mir wurde klar, dass der Ausstieg für mich richtig ist." Reimann zählte seine Ersparnisse und stellte fest: Gesetzliche Rente, Betriebsrente und die Abfindung reichen für ein gutes Leben. Seiner Diabetes und dem Blutdruck taten der Arbeitsstress ohnehin nicht mehr gut.

Heute ist Reimann einer jener Rentner, die "nie Zeit haben". Er treibt Sport, spielt Bridge, kümmert sich um die Enkelkinder und geht auf Reisen. Schwieriger, erzählt er, war die Umstellung für seine Frau: Als er noch Manager war, konnte sie ihren Alltag nach Jahren der Kindererziehung genießen - heute muss sie täglich Mittagessen kochen. Und der Gatte funkt ständig dazwischen: "Staubsaugen und Einkaufen darf ich ihr inzwischen abnehmen, zum Bettenmachen und für Bratkartoffeln bin ich in ihren Augen noch immer unfähig." Reimann findet sich gelassen damit ab. Er ist längst ein zufriedener Ruheständler.

Wie viele in seiner Situation ist Reimann gut dran: Er ist körperlich auf der Höhe, finanziell abgesichert, hat neue Lebensinhalte gefunden. Früher war das anders, da wurde länger gearbeitet, wer in Rente ging war oft gesundheitlich angeschlagen, Altersarmut ließ keinen Spielraum für einen bunten Alltag. Inzwischen ist der klassische Rentner, der mit 65 Jahren aus dem Berufsleben aussteigt, selten geworden. Im Schnitt sind die Renteneinsteiger heute 60. Statistisch können Männer danach 20,3 Jahre Ruhestand genießen, Frauen gar 24,1 Jahre.

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