Assekurata-Studie: Die sieben Thesen von Blackrock

Assekurata-Studie
Schlechte Prognose für die Lebensversicherung

  • 6

Die sieben Thesen von Blackrock

Die Versicherer müssten ihre Investitionen am Anleihemarkt überdenken, glauben die Fondsexperten von Blackrock. Denn die anhaltend niedrigen Zinsen stellten eine Herausforderung für die Geschäftsmodelle und Profitabilität der Unternehmen dar, heißt es in dem Branchenbericht „2013: The Year Ahead“.

In dem Bericht stellt Autor David Lomas, Leiter der Financial Institutions Group bei Blackrock, folgende sieben Thesen auf: 

  • Das Zinsrisiko der Versicherer steigt.
  • Die Gesellschaften werden bei ihren verzinslichen Anlagen selektiver vorgehen müssen als je zuvor.
  • Einige Unternehmen werden verstärkt in illiquide Anlageklassen mit regelmäßigen, kalkulierbaren Ertragsströmen investieren – vor allem in Infrastrukturprojekte.
  • Die Nachfrage nach riskanteren Finanzanlagen, wie Hochzinsanleihen von Banken, wird steigen.
  • Dividendenstrategien werden an Bedeutung gewinnen.
  • Unternehmensanleihen und Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern werden für Versicherer wichtiger.
  • Die Gesellschaften werden ihre Anleihen-Strategien vermehrt mit börsennotierten Indexfonds (ETFs) umsetzen.

     

Positiver beurteilt dagegen der Grünen-Politiker Gerhard Schick auf kurze Sicht die Lage der Lebensversicherer. "Viele Unternehmen weisen weiterhin hohe Gewinne aus und werden auch in den kommenden Jahren keine Schwierigkeiten haben", sagte er in einem Interview mit "Zeit Online". "Es gibt deshalb keinen Grund, für die gesamte Branche Unterstützungsmaßnahmen zu ergreifen und bei Unternehmen, die keine Probleme haben, den Kunden die Auszahlungen zu kürzen."

Bisher habe ihm niemand nachweisen können, warum man für alle Unternehmen der Branche Rettungsmaßnahmen zu Lasten von Kunden ergreifen müsse, wenn höchstens einzelne Unternehmen vielleicht in Schwierigkeiten kommen könnten.

 

Kommentare zu " Assekurata-Studie: Schlechte Prognose für die Lebensversicherung"

Alle Kommentare
  • Man muß sich doch nur die von Standard Life völlig fehlkalkulierten Airbag-Tarife anschauen mit den man auf den deutschem Markt Fuß fassen wollte und die man aufgrund der Fehlkalkulierten dann wieder eingestampft hat.
    Seitdem überlässt Standard Life den lukrativen BU-Markt lieber wieder deutschen Unternehmen die rechnen können.
    Man muß sich doch nur die von Standard Life völlig fehlkalkulierten Airbag-Tarife anschauen, mit den man damals auf den deutschem Markt Fuß fassen, wollte und die man dann aufgrund der Fehlkalkulationen wieder eingestampft hat.
    Seitdem überlässt Standard Life den lukrativen BU-Markt lieber wieder deutschen Unternehmen die rechnen können.
    Den schwarzen Peter haben allerdings die vielen Altkunden von Standard Life die im Leistungsfall die Nichtleistungsabteilung von Standard Life kennen lernen: Nur weil sie vollständig erwerbsunfähig sind heißt dass für uns doch nicht das sie auch berufsunfähig sind. Wir sehen keinen Grund für weitere Gespräche.
    Und dagegen ist selbst die Nürnberger noch eine zahlungswillige Versicherung!

  • Surprise, surprise - Kapitaldeckung ist wesentlich anfälliger für negative Realzinsen, Staatspleiten und Wechselkursmanipulationen. Also doch wieder die gesetzliche Rente stärken? Die Kosten des "demografischen Wandels" müssen so oder so bezahlt werden. Die private Vorsorge hat lediglich die Arbeitgeber aus ihrer Beteiligung daran entlassen. Angesichts steigender Arbeitsproduktivität und Lohnerhöhungen unter diesem Produktivitätsfortschritt ein Skandal!

  • schon mal VAG §89 gelesen?

Serviceangebote