Assekurata-Studie: Verzinsung von Rentenversicherung auf historischem Tief

Assekurata-Studie
Schlechte Prognose für die Lebensversicherung

Verzinsung von Rentenversicherung auf historischem Tief

So liegt die Verzinsung privater Rentenversicherung auf einem historischen Tiefststand. 2013 sinke die Gutschrift der wichtigsten Tarifart im Neugeschäft auf 3,61 %. Im Vorjahr hatte diese erstmals die Vier-Prozent-Marke unterschritten und bei 3,91 % notiert.

Der Abwärtstrend bei der laufenden Überschussbeteiligung habe sich sogar beschleunigt. So falle die laufende Verzinsung bei den Rentenversicherungen um 0,30 Prozentpunkte gegenüber 0,15 Prozentpunkten im Vorjahr.

Von den Absenkungen seien alle betrachteten Produkte betroffen. Der Durchschnitt der laufenden Verzinsung über alle untersuchten Tarifgenerationen und Produktarten gehe von 3,92 Prozent auf aktuell 3,68 Prozent zurück.

Für Kunden entscheidend sind weniger die Deklarationen der Versicherer, sondern eine andere Kennziffer. „Einen besseren Vergleich ermöglichen Darstellungen von Beitragsrenditen, weil sie eine einheitliche Bezugsgröße haben“, erklärte Will.

In der Studie 2013 untersuchte Assekurata deshalb wieder sowohl die garantierte als auch die Beitragsrendite anhand einer unverbindlichen Beispielrechnung. Im Ergebnis liegt die Beitragsrendite unter Berücksichtigung aller deklarierten Überschussanteile im arithmetischen Mittel bei 3,37 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 3,65 Prozent.

Eine Trendumkehr sieht Assekurata nicht. „Die Lebensversicherer und ihre Kunden leiden unter der Kapitalmarktsituation, die durch politische Zinsen geprägt ist“, stellte Will heraus. „Deutliche Indikatoren für eine Trendumkehr sind nicht erkennbar.

Die Kunden müssen daher weiterhin mit niedrigen Gewinnbeteiligungen beziehungsweise sogar noch weiter sinkenden Renditen rechnen.“ Denn sollte sich der Zins nicht nach oben bewegen, würden die Mittel, die für die Bildung von Zinszusatzreserven benötigt werden, ansteigen.

 

Kommentare zu " Assekurata-Studie: Schlechte Prognose für die Lebensversicherung"

Alle Kommentare
  • Man muß sich doch nur die von Standard Life völlig fehlkalkulierten Airbag-Tarife anschauen mit den man auf den deutschem Markt Fuß fassen wollte und die man aufgrund der Fehlkalkulierten dann wieder eingestampft hat.
    Seitdem überlässt Standard Life den lukrativen BU-Markt lieber wieder deutschen Unternehmen die rechnen können.
    Man muß sich doch nur die von Standard Life völlig fehlkalkulierten Airbag-Tarife anschauen, mit den man damals auf den deutschem Markt Fuß fassen, wollte und die man dann aufgrund der Fehlkalkulationen wieder eingestampft hat.
    Seitdem überlässt Standard Life den lukrativen BU-Markt lieber wieder deutschen Unternehmen die rechnen können.
    Den schwarzen Peter haben allerdings die vielen Altkunden von Standard Life die im Leistungsfall die Nichtleistungsabteilung von Standard Life kennen lernen: Nur weil sie vollständig erwerbsunfähig sind heißt dass für uns doch nicht das sie auch berufsunfähig sind. Wir sehen keinen Grund für weitere Gespräche.
    Und dagegen ist selbst die Nürnberger noch eine zahlungswillige Versicherung!

  • Surprise, surprise - Kapitaldeckung ist wesentlich anfälliger für negative Realzinsen, Staatspleiten und Wechselkursmanipulationen. Also doch wieder die gesetzliche Rente stärken? Die Kosten des "demografischen Wandels" müssen so oder so bezahlt werden. Die private Vorsorge hat lediglich die Arbeitgeber aus ihrer Beteiligung daran entlassen. Angesichts steigender Arbeitsproduktivität und Lohnerhöhungen unter diesem Produktivitätsfortschritt ein Skandal!

  • schon mal VAG §89 gelesen?

  • Äh, die Eurobonds haben eigentlich das Ziel, die Zinsen eben niedrig zu halten. Die ganze Sache läuft jetzt doch unter dem Stichwort "Finanzielle Repression". Diese Methode der Enteignung der Bürger ist doch deutlich eleganter als ständige Steuererhöhungen. Diejenigen, die uns das eingebrockt haben, stört es wohl als Nicht-Betroffene wohl kaum. Daher gebe ich Mazi Recht, dass nun endlich die Pensionen von Politikern und Beamten drastisch gekürzt werden müssten.
    Ach ja, die Person auf dem Bild braucht doch eher eine gute Krankenversicherung ;-)

  • Der niedrige Garantiezins untergräbt das Sicherheitsgefühl der Bürger. Vielleicht sollte man Eurobonds als Ausweg erkennen, die den Zins europaweit wieder auf 5% heben und damit den Bürgern Sicherheit geben. Die SPD sollte dieses Thema für den Wahlkampf aufgreifen: Eurobonds zur Sicherung im Alter.

  • Wen überraschen diese Aussagen?
    Wer ist dafür zuständig und wer ist dafür verantwortlich?

    Die Versicherungsnehmer etwa?

    Wem war unklar, dass niedrigere Zinsen zu niedrigeren Zinseinnahmen führen?

    EZB und Politiker haben in unverantwortlicher Weise gegen die Kriterien des Maastricht-Vertrag verstoßen und uns den Zusammenbruch des Finanzsektors beschert.

    Wenn jetzt also die Altersvorsorge crasht, dann müssen auch die Pensionen derer crashen, die uns dies hier eingebrockt haben.

    Es muss dringend die Abgeordnetenbestechung als Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden. International wird dies schon seit 2003 von der Bundesregierung gefordert und keine der Regierungen ist diesem Ansinnen gefolgt.

    Wir brauchen eine gesetzliche Handhabe, die kassierten Gelder wieder einzuziehen.

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