Berufsunfähigkeit: Versicherungen bewilligten 77 Prozent der Anträge

Berufsunfähigkeit
Versicherungen bewilligten 77 Prozent der Anträge

Jeder fünfte Arbeitnehmer wird erwerbs- oder berufsunfähig. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb eine der wichtigsten Versicherungen. Im Ernstfall erhalten die Versicherten aber nicht immer die versprochenen Leistungen.

BerlinGegen Berufsunfähigkeit versicherte Arbeitnehmer erhalten im Ernstfall nicht immer die zugesagten Leistungen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte, lag die Leistungsquote, also das Verhältnis von anerkannten zu eingereichten Leistungsanträgen, im Jahr 2014 aber bei „annähernd 77 Prozent“. 40.200 Arbeitnehmer mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kamen demnach in der Genuss der vereinbarten Leistungen.

Bei knapp sechs Prozent der Anträge auf Leistungen aus der BU hätten die Versicherungen 2014 ein Gutachten in Auftrag gegeben, erklärte der GDV. Rund 60 Prozent der Gutachten hätten dann tatsächlich eine Berufsunfähigkeit festgestellt. Für die Entscheidung, ob ein Antrag auf Leistungen aus der BU bewilligt wird, brauchten die Versicherer laut GDV im Durchschnitt 13 Kalendertage.

Insgesamt wurden dem Verband zufolge 2014 knapp 823.000 Anträge auf den Abschluss einer BU-Versicherung gestellt. Für 776.000 Anträge habe es ein konkretes Versicherungsangebot gegeben. Dies entspreche einer Annahmequote von mehr als 94 Prozent, erklärte der GDV.

Laut dem Bund der Versicherten (BdV) zählt die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Versicherungen, da jeder fünfte Arbeitnehmer erwerbs- oder berufsunfähig wird. Verbraucherschützer empfehlen, sie so früh wie möglich abzuschließen, denn je jünger und gesünder ein Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss ist, desto günstiger ist der Beitrag. Je später eine BU abgeschlossen werden soll, desto eher können Erkrankungen einen Vertragsabschluss erschweren oder sogar verhindern. Auch riskante Berufe erschweren den Abschluss einer BU oder machen den Versicherungsschutz sehr teuer.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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