Berufsunfähigkeitsversicherung
Überschätzt, teuer oder wertlos

Millionen Deutsche sind miserabel gegen den Verlust der Arbeitskraft versichert. Viele werden ausgeschlossen, nur wenige bekommen eine Police – und wenn man eine hat, zahlt der Versicherer am Ende schlecht.
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DüsseldorfBei kaum einer Versicherung klaffen Anspruch und Wirklichkeit derart auseinander wie bei Policen gegen Berufsunfähigkeit. Wer jünger als 52 Jahre ist, sollte sich unbedingt privat schützen. Das empfehlen Verbraucherschützer, Versicherungsberater und Politiker in ungewohnter Einigkeit. Denn ab dem Geburtsjahrgang 1961 gibt es seit 2001 keinen staatlichen Schutz mehr gegen Berufsunfähigkeit.

Doch in den vergangenen zwölf Jahren haben sich nur relativ wenige Betroffene zusätzlich gegen den Verlust der Arbeitskraft abgesichert. Nur gut drei Millionen Menschen besitzen überhaupt eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit, wie sich aus Erhebungen der Finanzaufsicht Bafin ergibt. Immerhin ist das eine Verdreifachung gegenüber 2001.

Lesen Sie diesen und weitere Artikel zum Thema Berufsunfähigkeit in unserem 29-seitigen Dossier, erhältlich als PDF im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Kommentare zu " Berufsunfähigkeitsversicherung: Überschätzt, teuer oder wertlos"

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  • Die Überschrift "Berufsunfähigkeitsversicherung Überschätzt, teuer oder wertlos" halte ich für grob fahrlässig. Was richtig ist, die "Gutachterbranche" gehört reguliert bzw. da muss mindestens volle Transparenz geschaffen werden. Wo bleiben aber die vielen negativ Artikel mit entsprechender Überschrift darüber? Nicht die Versicherer sind schuld wenn die Gutachter nicht reguliert werden, sondern die Politiker, da diese die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen! Ansonsten ist zu sagen, dass die Versicherer jedes Jahr Milliarden an Schäden bezahlen. Fest steht doch bei aller Kritik eins, jemand mit Berufsunfähigkeitsversicherung steht in jedem Fall erst mal besser da als jemand ohne. Auch wenn in der Presse über einen Schadenfall berichtet wird, bleibt in der Regel immer offen, warum der Versicherer denn anhand der konkreten Versicherungsbedingungen zahlen muss. Es bleibt also der Verdacht, dass der Kunde schlechte alte Bedingungen ggf. mit abstrakter Verweisung hatte. Das wäre nicht verwunderlich, da bei diesen Kunden schon vom Alter her anzunehmen ist, dass der Vertragsabschluss sehr viele Jahre zurückliegt und da gab es halt oft z.B. noch die abstrakte Verweisung in vielen Verträgen. Wenn ein Versicherer sich nicht korrekt verhält bei der Regulierung, dann ist es natürlich gut wenn es in der Öffentlichkeit bekannt und berichtet wird. Leider kommen bei manchen Berichten aber Zweifel auf, da in der Regel auf die Qualität der Bedingungen des Kunden in der Regel (ggf. bewusst?) nicht eingegangen wird. Fazit: Da die Bedingungen heute deutlich besser sind als noch vor z.B. 20 Jahren ist es grob fahrlässig auch nur ansatzweise von einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzuraten. Wer so was macht sollte am besten dafür dann auch haften. ;-)

  • angesichts der EZB politik sind versicherungen und altervorsorge im moment eher legaler berug, und sollten auch so behandelt werden

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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