Bis zu 2,5 Prozent Unterschied
Wechsel der Kasse lohnt sich

Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat Krankenkassen verglichen. Nicht nur bei den Leistungen gibt es große Unterschiede, sondern auch bei den Beiträgen. Von den 195 angeschriebenen Krankenkassen verweigerten allerdings rund 70 die Teilnahme an der Umfrage – teilweise mit „fadenscheinigen Argumenten.

FRANKFURT. Die meisten Krankenkassen haben laut der Zeitschrift „Öko-Test“ erheblichen Nachholbedarf bei Service und freiwilligen Leistungen. Zudem müssten die Versicherten happig für Verwaltungskosten zahlen, ergab eine in dieser Woche veröffentlichte Umfrage des Verbrauchermagazins unter 195 Kassen.

In dem Test zu Leistungsumfang und Service erhielt mit der Hanseatischen Krankenkasse (HEK) nur ein einziges Unternehmen die Note „sehr gut“. Mit „gut“ schnitten die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) und die Hamburg Münchener Krankenkasse (HMK) ab. Bei allen anderen Kassen ließen etwa Bonusprogramme oder Leistungen für Naturheilverfahren zu wünschen übrig.

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Von den 195 angeschriebenen Krankenkassen verweigerten rund 70 die Teilnahme an der Umfrage – teilweise mit „fadenscheinigen Argumenten“, wie es in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift heißt.

Bis zu 2,5 Prozent Unterschied

Immerhin 17 der 25 leistungsstärksten Kassen erreichten bei der Untersuchung noch die Note „befriedigend“. Allerdings mussten schon in dieser Spitzengruppe fünf Unternehmen ein „Ausreichend“ hinnehmen. Unter dem Strich hätten die meisten der letztlich getesteten 125 Krankenkassen „erheblichen Nachbesserungsbedarf“, urteilten die Tester.

Der Untersuchung zufolge können Verbraucher bei einem Kassenwechsel weiter viel Geld sparen. Wer beispielsweise von der AOK Berlin als teuerstem Anbieter zu einem günstigen bundesweiten Anbieter wie der BIG Betriebskrankenkasse wechsele, spare 2,5 Prozentpunkte. Ein Wechsel lohne sich besonders, weil der Arbeitnehmer seit diesem Monat für einen größeren Anteil selbst aufkommen müsse. So zahle ein Beschäftigter mit einem Brutto-Monatseinkommen von 2000 Euro bei Beitragssätzen wie bei der AOK Berlin monatlich 164 Euro, bei der BIG jedoch nur 139 Euro. Die Ersparnis von 25 Euro machten immerhin mehr als 15 Prozent des gesamten Monatsbeitrags aus, hieß es in dem Bericht.

Teils hohe Verwaltungskosten

Beim Vergleich der Verwaltungskosten stützte sich „Öko-Test“ auf die Angaben von 79 der angeschriebenen Kassen. Dabei zeigten sich teils große Kostenunterschiede, die unter anderem von der Subventionierung kleinerer Betriebskrankenkassen durch deren Träger herrühren. Während der Verwaltungsaufwand beispielsweise bei der BKK Shell nur 0,1 Prozentpunkte ausmache, betrage der entsprechende Anteil der AOK Brandenburg 1,55 Prozent. So zahle ein Angestellter mit 2000 Euro Monatsverdienst bei der AOK Brandenburg pro Jahr 186 Euro nur für die Verwaltung, bei der BKK Shell dagegen lediglich 13,20 Euro.

Link:
Krankenkassen- und Versicherungsgleich:
»www.comfortplan.de

Quelle: »NEWS Frankfurt

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