Bundessozialministerium weist Medienberichte über Gesetzespanne zurück
Keine Rentenkürzung wegen Ein-Euro-Jobs

Den Rentnern droht im nächsten Jahr nach Angaben des Bundessozialministeriums keine Rentenkürzung wegen der Ein-Euro-Jobs.

HB BERLIN. Das Ministerium wies einen Bericht der „Bild“-Zeitung als falsch zurück, wonach die Renten wegen einer Gesetzespanne im kommenden Jahr sinken könnten. In dem Artikel hieß es, wegen der rund 200 000 Ein-Euro-Jobs werde die Lohnsumme im nächsten Jahr sinken. Da sich die Renten an der Entwicklung am Durchschnittsverdienst orientierten, könnte die Rente um etwa 0,3 Prozent im nächsten Jahr niedriger ausfallen. Der Chef des Bundesverbandes der Rentenversicherungsträger (VDR), Franz Ruland, habe deswegen eine Gesetzesänderung verlangt.

Das Ministerium erklärte, es sei bereits mehrfach klargestellt worden, dass es keine Kürzungen wegen der Ein-Euro-Jobs geben werde. Mit dem Statistischen Bundesamt sei vereinbart, dass die Lohnsumme mit und ohne Ein-Euro-Jobs ausgewiesen werde. Da die Ein-Euro-Jobs keine reguläre Beschäftigung seien, würden sie zur Berechnung der Rentenanpassung auch nicht herangezogen. „Negative Auswirkungen wird es nicht geben“, erklärte das Ministerium.

VDR-Chef Ruland hatte in einem Zeitungsinterview am Freitag die Erwartung geäußert, dass es 2006 keine Rentenerhöhungen geben werde. Die Rentner müssten sich wegen der Lohnentwicklung auf eine dritte Nullrunde in Folge einstellen.

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