Costa Concordia
Die teuerste Schiffskatastrophe aller Zeiten

Unabhängig vom Ausgang der Bergungsarbeiten ist die Costa Concordia schon heute das teuerste Katastrophenschiff aller Zeiten. Die Versicherer müssen über eine Milliarde Dollar bezahlen. Nun steigen die Prämien.
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DüsseldorfNur selten wird die Versicherungsbranche durch Schiffsunglücke so gebeutelt wie im Fall der Costa Concordia. Rund eine halbe Milliarde Euro hat das Schiff gekostet. Diese Summe hat die Versicherungswirtschaft bereits aufgebracht – im Rahmen der Kaskoversicherung. Schließlich handelt es sich hier um einen Totalschaden, für den sie entschädigen muss.

Doch das reicht bei weitem nicht. Da das untergegangene Kreuzfahrtschiff gehoben werden musste, greift nun auch noch die Haftpflichtversicherung, die von den Reedern abgeschlossen wird. Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass die Katastrophenspezialisten der Branche,  - die Rückversicherungen -, zusätzlich mehr als 600 Millionen Dollar aufbringen müssen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie Bergungsfirmen ursprünglich einmal veranschlagt hatten.

Hinzu kommen noch zahlreiche Prozesse von Betroffenen des Schiffsunglücks, die Schadenersatz fordern. Es werde sicher noch Jahre dauern, bis die letzten Klagen im Zusammenhang mit dem Unglück am 13. Januar 2012 entschieden seien, schätzen die Juristen Ina Ebert, Olaf Köberl und Claudio Perrella ein einem Beitrag für den „Schadenspiegel“ des Versicherers Munich Re.

Schon heute schätzen Experten den Schaden für die Versicherungswirtschaft auf 1,2 Milliarden Dollar. Es könnte leicht noch deutlich mehr werden, wenn sich die ohnehin schon komplizierte Bergung des Wracks als noch schwieriger herausstellen sollte. Denn hier handele es sich um die „größte und komplizierteste Schiffsbergung in der Geschichte“, urteilen Ebert, Köberl und Perrella. „Es wird maßgeblich vom reibungslosen Ablauf der Arbeiten abhängen, ob die geschätzten Kosten ausreichen“, stellen die Schifffahrtsexperten fest.

Den bisher größten Schaden für die Versicherungswirtschaft verursachte der Öltanker Exxon Valdez im Jahre 1989. Seine Havarie vor der Küste Alaska verursachte eine Umweltkatastrophe, die die Branche etwa 500 Millionen Dollar kostete - also weniger als die Hälfte der Kosten, die nun anfallen dürften. Die Costa Concordia ist damit das größte Schiffsunglück aller Zeiten für die Versicherungswirtschaft.

Kommentare zu " Costa Concordia: Die teuerste Schiffskatastrophe aller Zeiten"

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  • Mehr wundern muß man sich über Leute, die sich in so einen Schweröl-verklappenden Riesen einpferchen lassen und das Urlaub nennen. Müssen die einsam sein.

  • Ich brech´ gleich in Tränen aus. Die armen Versicherungen. Das HB nennt natürlich nur die Kosten. Wie hoch sind denn die Prämien für die ganzen Schiffe, die auf den Weltmeeren rumschippern? Auch wenn der Schaden nicht gerade aus der Portokasse gezahlt wird, arm werden die nicht. Und wofür sind Versicherungen eigentlich da?


  • Eine Seefahrt, die ist schön
    Denn da kann man fremde Länder
    Und noch manches andre sehn.
    Hol-la-hi, hol-la-h
    Hol-la-hi-a hi-a hi-a, hol-la-ho

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