Die heute 50- bis 60-Jährigen haben viel zu wenig Vermögen für das Alter angespart
Für die Baby-Boomer-Generation in den USA wird es eng

Etwa 75 Millionen Amerikaner zählen zu der amerikanischen Baby-Boomer-Generation, den geburtenstarken Jahrgängen zwischen 1945 und 1955. Diese Bevölkerungsgruppe gehört zweifellos zu einer der reichsten Generationen aller Zeiten – und steht vor dem Eintritt ins Rentenalter.

Bloomberg NEW YORK. Die ersten Baby-Boomer feiern dieses Jahr ihren sechzigsten Geburtstag. Spätestens dann sind sie als Sparer und Anleger gezwungen, sich damit auseinander zu setzen, wie sie ihren Wohlstand halten können.

Das Problem: Die meisten Anlageformen werfen für die renditehungrigen Baby-Boomer zu wenig Ertrag ab. „Es gibt einfach nicht viel, was man kaufen könnte“, sagt Margo Cook von der Bank of New York.

Zum Beispiel Anleihen: Wer vor zehn oder 15 Jahren einen Plan für seine private Vorsorge aufgestellt und dabei mit den am US-Rentenmarkt übliche Renditen von etwa acht Prozent gerechnet hat, muss seine Kalkulation heute anpassen, denn US-Staatspapieren bieten nur zwischen 4,3 und 4,6 Prozent.

Oder der Geldmarkt: Auch nachdem die US-Notenbank fünfzehn Monate lang die kurzen Zinsen stetig erhöhte, erreichte die durchschnittliche Sieben-Tages-Rendite bei Geldmarktfonds kürzlich ganze 3,1 Prozent. Nicht zu vergessen Aktien: Die Dividendenrenditen liegen im Schnitt bei mickrigen zwei Prozent, wie die jüngsten Bloomberg-Zahlen für den S&P 500 zeigen.

Würde man in diese drei Anlageformen zu gleichen Teilen in ein Portfolio investieren, läge die Verzinsung bei 3,2 Prozent jährlich. Hochgerechnet auf den Anlagebetrag von 400 000 Dollar würde dies dem Anleger etwas mehr als 1 000 US-Dollar pro Monat einbringen.

Das ist nicht gerade sehr viel, um das Nötigste zu bestreiten – Miete, Lebensmittel, Arztrechnungen. Was viel gravierender ist: Wenn die einschlägigen Umfragen zu diesen Thema richtig liegen, sind 400 000 US-Dollar weit von dem entfernt, was die meisten Baby-Boomer auf der hohen Kante haben.

Jüngste Umfragen zeigen, dass über die Hälfte der Beschäftigten über weniger als 50 000 Dollar in Sparguthaben und Anlagen verfügen, selbst bewohnte Immobilien nicht mitgerechnet. Ebenfalls mehr als die Hälfte gaben an, bei der Planung für ihre Altersvorsorge nicht im Zeitplan zu liegen.

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