Versicherung
Die Riester-Rente

Für wen lohnt sich Riester?

Als das nach dem früheren Arbeitsminister Walter Riester benannte Fördermodell für die private Altersvorsorge 2002 startete, galten Riester-Verträge als Sparanlage für Familien mit Kindern und geringem Einkommen. Grund dafür sind die Zulagen, die der Staat auf die Sparleistung draufpackt. 2008 sind es 154 Euro pro Jahr und Sparer sowie weitere 185 Euro für jedes Kind. Ein Haushalt mit zwei Kindern und einem Alleinverdiener kann so 678 Euro pro Jahr aus der Staatskasse in die private Altersvorsorge stecken (siehe Tabelle „Wie sich die Förderung rentiert“).

"Trotz der Kinderzulagen ist Riester kein Produkt ausschließlich für Familien, denn gut verdienende, rentenversicherungspflichtige Singles profitieren von den Steuervorteilen bei den Beiträgen", sagt Matthias Lamprecht, Steuerberater der Kanzlei Hecker, Werner, Himmelreich & Nacken. Sein Kollege Dirk Bracht von der Kölner Kanzlei Bracht, Gerber, Kienitz & Partner rechnete genau nach: Bei einem Bruttoeinkommen von 52 500 Euro kann der Alleinstehende bis 2 100 Euro Eigenbeitrag pro Jahr als Sonderausgabe von der Steuer absetzen. Das Finanzamt schreibt dafür 761 Euro gut, was einer Förderquote von 43,6 Prozent gemessen am Jahresbeitrag von 2 100 Euro entspricht (Eigenbeitrag plus Zulage).

Damit steht sich der Single sogar besser als eine Familie mit zwei Kindern, bei der der Mann Alleinverdiener ist und 90 000 Euro im Jahr an Bruttoeinkommen nach Hause bringt (Förderquote: 38,9 Prozent). Für Sparer mit gehobenem Einkommen lohnt sich Riester allerdings nur dann, wenn sie nicht mehr als 2 100 Euro pro Jahr zusätzlich anlegen wollen. Wer mehr investieren möchte, ist mit der Basisrente, die höhere Freibeträge zulässt, oft besser bedient.

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