Direktversicherung bleibt interessant für Mittelstand
Mit Hilfe des Chefs für später vorbauen

Die Direktversicherung ist eine weit verbreitete Form der betrieblichen Altersversorgung, die keine echten Nachteile hat. Das betont auch Stefan Griebeling, Experte für betriebliche Altersversorgung und Fachanwalt für Arbeitsrecht bei Ulsenheimer und Friederich Rechtsanwälte.

Bei diesem Vorsorge-Modell zahlt der Arbeitgeber die Beiträge an eine Lebensversicherung. Diese lässt ihre Leistungen dem Arbeitnehmer zugute kommen. Oft verzichtet der Mitarbeiter auf einen Teil seines Bruttogehaltes und finanziert so durch Entgeltumwandlung die Prämienaufwendungen seines Chefs. Oder das Unternehmen trägt als zusätzliche Arbeitgeberleistung die Prämien, die dann voll abzugsfähige Betriebsausgaben sind.

Seit dem 1. Januar 2002 haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung, den Unternehmen mit dem Abschluss einer Direktversicherung erfüllen. „Von der Einführung dieses Rechtsanspruchs hat die betriebliche Altersversorgung insgesamt und die Direktversicherung besonders profitiert“, sagt Klaus Stiefermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. (aba). Der Grund: Diese Vorsorge-Variante ist für den Arbeitgeber mit sehr geringem Verwaltungsaufwand verbunden. So bevorzugen vor allem kleine und mittelständische Firmen die Direktversicherung in Form der Entgeltumwandlung.

Mit dem Alterseinkünftegesetz vom 1. Januar 2005 gilt für die Direktversicherung das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Beiträge, gleichgültig, ob sie der Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung oder der Arbeitgeber bezahlt, sind steuerfrei bis zu 2 496 Euro jährlich. Dies entspricht vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West in der gesetzlichen Rentenversicherung. Der steuerfreie Betrag erhöht sich um 1 800 Euro bei Verträgen mit Vertragsbeginn 1. Januar 2005 oder später.

Steuerfrei sind die Beiträge nur dann, wenn der Arbeitnehmer eine lebenslange Rente bezieht oder ein Auszahlungsplan vorliegt. Bis zu 30 Prozent des zur Auszahlung bereit stehenden Kapitals kann sich der Mitarbeiter auszahlen lassen. Die Rente sowie Erträge aus Lebensversicherungen, die vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden, sind voll zu versteuern, bei Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr sind Erträge zur Hälfte zu versteuern. Die Leistungen unterliegen dem persönlichen Steuersatz.

Seite 1:

Mit Hilfe des Chefs für später vorbauen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%