Einstufung als zusätzlicher Lohn
Steuerfalle bei der Unfallversicherung

Zahlungen der Unfallversicherungen können selbst bei einem Arbeitsunfall voll steuer- und sozialabgabenpflichtig sein. Marcus Hornig, Steuerberater bei Mecklenburg + Hoffmann in Düsseldorf, zeigt, wie sich das verhindern lässt.

Herr Hornig, müssen Mitarbeiter das Geld versteuern, das sie nach einem Arbeitsunfall von der Unfallversicherung erhalten?

Nach einem aktuellen Urteil des Finanzgerichts Köln kann das passieren. In dem Fall war der Arbeitgeber offiziell der Berechtigte, die Versicherungsleistung wurde an ihn ausgezahlt und erst dann an den Geschädigten weitergeleitet. Deshalb galt sie als zusätzlicher Lohn und war voll steuer- und sozialabgabenpflichtig.

Lässt sich das vermeiden?

Unfallversicherungen sollten auf den Namen des Arbeitnehmers laufen. Wird ihm die Summe auf einen Schlag ausgezahlt, gilt dann ein ermäßigter Steuersatz. Zudem sind keine Sozialabgaben fällig. Wer sich stattdessen für die Auszahlung als Rente entscheidet, muss nur den sogenannten Ertragsanteil von derzeit 54 Prozent der Rente versteuern.

Müssen Arbeitnehmer dann die Prämien selbst zahlen?

Nein. Wenn das Unternehmen zahlt, gilt das zwar als Lohn – aber nur zu 60 Prozent. Außerdem kann der Arbeitgeber die Steuern für Prämien von bis zu 62 Euro im Jahr pauschal mit 20 Prozent übernehmen. Was dann noch übrig ist, dürfen Arbeitnehmer in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Ihre zusätzliche Steuerbelastung ist deshalb meist gering.

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