Eltern sorgen vor
Welche Versicherung braucht das Kind?

Das erste Prospekt steckt schon – gemeinsam mit Pampers und Penatencreme - in der Wickeltasche auf der Neugeborenenstation. Bei Kinderversicherungen gilt jedoch: Genau vergleichen. Manche Angebote sind völlig überteuert und dazu noch lückenhaft. Eltern sollten deshalb in Ruhe überlegen, welchen Versicherungsvertrag ihr Sprössling wirklich braucht.

DÜSSELDORF. Der Alltag mit Kindern zeigt: Eine private Haftpflichtversicherung muss sein. Wer sie nicht schon lange abgeschlossen hat, sollte es jetzt tun. Ein spielendes Kind kann Millionenschäden anrichten. Dann sind die Eltern dran und müssen zahlen - im schlimmsten Fall ein Leben lang.

Eine Kinder-Unfallversicherung ist eine Überlegung wert, denn der gesetzliche Versicherungsschutz beginnt erst mit dem Eintritt in die Schule und gilt auch nur auf dem Weg dorthin. Neu sind Unfallversicherungen, die auch Invalidität durch Krankheit absichern. Eine solche Police mindert in einem solchen tragischen Fall zumindest die finanziellen Folgen.

Nicht nur die Eltern, auch die Großeltern werden von der Branche umworben. Sie werden mit diversen Ausbildungsversicherungen gelockt. Aber Opa und Oma sollten genau nachrechnen, bevor sie einen Vertrag für ihr Enkelkind unterschreiben. Unter Umständen erzielt ein normaler Fondssparplan die bessere Rendite.

Bei allen Familien-Versicherungen wie Hausrat, Rechtsschutz oder Haftpflicht brauchen Kinder keinen eigenen Vertrag. Verbraucherschützer raten jedoch, den Nachwuchs ausdrücklich bei der Versicherungsgesellschaft anzumelden. So kann der Versicherer später nicht behaupten, er hätte von dem zusätzlichen Risiko nichts gewusst.

Auch für die Krankenversicherung gilt die Meldepflicht. In der gesetzlichen Krankenkasse sind die Kids kostenfrei mitversichert. Ist der alleinverdienende Elternteil - oder wenn beide berufstätig sind derjenige mit dem höheren Einkommen – Mitglied einer privaten Krankenversicherung, muss für jedes Kind eine eigene Vollversicherung abgeschlossen werden.

Wer Kinder hat, sollte auch daran denken: Im Ernstfall sollte die Familie gegen den Verdienstausfall des Versorgers abgesichert werden. Dazu eignet sich beispielsweise eine Risikolebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitspolice.

Haftpflicht ist Pflicht

Es ist schnell passiert: Töchterchen rollt den Puppenwagen in den geparkten Porsche, Sohnemann kickt den Ball direkt in Nachbars Wintergarten. Der Schreck ist groß, der Schaden auch. Eine Haftpflichtversicherung schützt die Familie vor Schadenersatzansprüchen. Der Risikoschutz gilt zum einen für die Eltern als Aufsichtspflichtige über die eigenen oder fremde Kinder, zum anderen für die Kleinen selbst. Denn ab dem siebten Lebensjahr ist ein Kind schadenersatzpflichtig. Die Haftpflicht trägt etwa Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten, Schmerzensgeld oder gar die Zahlung des Verdienstausfalls bis hin zur Rente für den Geschädigten oder schlimmstenfalls die Hinterbliebenen. Da kann einiges zusammenkommen.

Ist Nachwuchs in Sicht, sollten Paare daher die Versicherungssumme ihrer Haftpflicht überprüfen. Gerade in Haushalten mit Kindern ist die vereinbarte Deckung oft zu niedrig. Paradebeispiel: Ein Kind zündelt im Wald. Erst fängt ein Baum Feuer, dann brennt der ganze Forst. Ergebnis: Ein Schaden in Millionenhöhe. Eine pauschale Deckungssumme von zwei Millionen Euro sollte die Police deshalb mindestens haben.

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