Europäische Asset-Manager stehen gut da
Geldverwalter auf Erfolgskurs

Von Krise kann wohl keine Rede mehr sein. Die Geldverwalter steuern wieder auf Erfolgskurs. So muss die jüngste Studie der Unternehmensberatung McKinsey gelesen werden.

Danach stehen die europäischen Asset-Manager gut da. Vorbei sind die desaströsen Jahre 2001 und 2002 mit dem Absturz der Gewinnmarge – denn die Aktienblase war ein Jahr zuvor geplatzt. Anschließend setzte eine Erholung ein, die sich im vergangenen Jahr mit einer durchschnittlichen Gewinnmarge von 13,9 Basispunkten (entspricht 0,0139 Prozent) des verwalteten Vermögens fortsetzte.

Das gute Ergebnis ist den wachsenden Einnahmen und den – erstmals – relativ sinkenden Kosten zu verdanken. Im laufenden Jahr dürfte eine weitere Verbesserung anstehen, denn die Anbieter bleiben auf der Kostenseite restriktiv. Noch stärker sollte sich im laufenden Jahr der explodierende Absatz von Investmentfonds bemerkbar machen. Der Londoner Datenanbieter Feri Fund Market Information erwartet jetzt Nettoverkäufe auf den europäischen Märkten in Höhe von 285 Mrd. Euro. Das wäre das beste Ergebnis seit dem Start der Feri-Datenerhebung im Jahr 2001.

Obwohl der Absatz prächtig läuft und die Gewinne sprudeln, kommen auf die Anbieter Herausforderungen zu. Zunächst müssen sie sich auf weiterhin verschärfte Konkurrenz und anspruchsvollere Investoren einstellen. Darüber hinaus tun sich ganz neue Gefahrenpotenziale auf. Sie lauern insbesondere an den Kapitalmärkten.

Eine Gefahrenquelle erster Ordnung bilden nach Ansicht einiger Experten die Anleihemärkte. Fachleute warnen vor dem Ende der schon ein Vierteljahrhundert währenden Hausse. Ökonomen rechnen zwar seit Jahren mit einer Trendwende – wurden aber bisher vom Markt widerlegt. Jetzt ist die Lage anders: Seit kurzer Zeit und zum ersten Mal tendieren die Preisindizes sowohl in USA als auch in Europa aufwärts. Sollten die Kapitalmarktrenditen tatsächlich steigen, kämen die Asset-Manager in die Bredouille. Frisches Geld floss in der jüngeren Vergangenheit vor allem in Rentenfonds. Die Neueinsteiger würden unter schrumpfenden Renditen leiden, gerieten vielleicht sogar in die Verlustzone.

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