Expertentipps für die Reise
Bei Autounfall im Urlaub richtig reagieren

Nach einer Untersuchung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. wurden im letzten Jahr fast die Hälfte aller Urlaubsreisen im In- und Ausland mit dem Auto getätigt. Doch unglücklicherweise endet manche Ferienreise mit dem eigenen Wagen an der Stoßstange des Vordermannes. Damit ein Blechschaden nicht zum Urlaubskiller wird, sollte der Schaden so schnell wie möglich behoben werden.

"Ein verlässlicher Partner bei einem Unfall ist in jedem Falle die Kfz-Versicherung", sagt Betina Welter, Leiterin Unternehmenskommunikation der Direct Line Versicherung AG. "Viele Probleme können mit nur einem Telefonanruf gelöst und eine zügige Schadenregulierung eingeleitet werden." Bei nicht eindeutigen Situationen sollte allerdings die Polizei zu Rate gezogen werden.

Crash im Inland

Damit der Schrecken auf der Urlaubsfahrt ohne gravierende Folgen bleibt, ist es wichtig, die richtigen Schritte zu unternehmen. Zuerst sollte die Warnblinkanlage eingeschaltet, die Unfallstelle gesichert und das Warndreieck aufgestellt werden. Bei Verletzten ist das Leisten von erster Hilfe oder die Benachrichtigung eines Krankenwagens Pflicht. Bei Fahrerflucht oder schwerem Sachschaden muss die Polizei informiert werden. Ein kurzes Unfallprotokoll, Fotos und eine Unfallskizze sind für eine spätere Rekonstruktion des Hergangs sinnvoll. Etwaige Zeugen sollten ebenfalls gebeten werden, zu notieren was sie gesehen haben. Deren Namen und Adressen sind für eine weitere Abwicklung des Vorgangs hilfreich.

Eine Checkliste hilft im Notfall, einen kühlen Kopf zu bewahren. Mit einem Klebestreifen hinter der Sonnenschutzblende angebracht, gibt sie Anleitung für die richtigen Schritte. Die wichtigsten Angaben zur Versicherung sollten ebenfalls im Auto mitgeführt werden. Sind keine Unterlagen parat, hilft in Deutschland der Zentralruf der Autoversicherer (0800/6683663 oder 0800 NOTFON D). Über die Notrufsäulen an den Autobahnen kann jederzeit ein schneller Kontakt, beispielsweise auch zur Kfz-Versicherung des Unfallgegners, hergestellt werden.

» Überblick: Das ist nach einem Unfall zu tun

Nach einem Unfall gelten enge Fristen: Innerhalb einer Woche muss der Schaden bei der eigenen Versicherung angezeigt werden. Wer das versäumt, riskiert im schlimmsten Fall den Versicherungsschutz. Bei klarer Schuldfrage übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers alle Kosten, die dem Unfallgegner entstehen, wie die Reparatur des Wagens, einen Mietwagen, die Entschädigung für den Nutzungsausfall oder eine notwendige Übernachtung. "Bei größeren Schäden sollte man die Versicherung des Unfallgegners auffordern, den Schaden begutachten zu lassen", rät Betina Welter. "Diese schaltet dann einen Sachverständigen ein." Bei Schäden in geringer Höhe (bis 750 Euro) lohnt es sich oftmals, die Reparaturen aus eigener Tasche zu zahlen. Die Folge sind sonst eine Höherstufung in der Schadenfreiheitsklasse und steigende Versicherungsbeiträge.

» Seite 2: Was tun bei einem Unfall im Ausland?

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