Fondssparpläne
Im Alter finanziell mobil bleiben

Die gesetzliche Rentenversicherung hat als System solidarischen Ausgleichs gewiss eine Funktion. Als finanzielle Anlageform ist sie jedoch unattraktiv. Fondssparpläne erfreuen sich als Riester-Produkte hingegen einer wachsenden Beliebtheit.

KÖLN. Müsste sich die gesetzliche Rentenversicherung gegen Konkurrenten am freien Markt behaupten, sie hätte wohl keine Chance. Denn wer möchte sein Geld schon einer Versicherung anvertrauen, die weniger Erträge einbringt als jedes beliebige Sparbuch? Insbesondere jüngere Arbeitnehmer fragen sich, ob sie angesichts steigender Beiträge und sinkender Leistungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung wenigstens so viel herausbekommen werden, wie sie zuvor eingezahlt haben.

Dass solche Zweifel angebracht sind, zeigt die Renditestudie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. Demnach tendieren die Renditen der gesetzlichen Renten für die jüngeren Versicherten etwa ab dem Jahrgang 1980 gegen Null. Unter realistischen wirtschaftlichen Annahmen werden ledige Männer der Geburtsjahrgänge ab 2000 sogar reale Verluste erleiden. Sie erhielten dann nicht einmal den vollen Kaufkraftwert ihrer Beiträge als Rente zurück.

Die gesetzliche Rentenversicherung hat als System solidarischen Ausgleichs gewiss eine Funktion. Als finanzielle Anlageform ist sie jedoch unattraktiv. Die meisten Arbeitnehmer haben dies im Prinzip auch registriert. In vielen Haushalten hat deshalb jetzt das große Rechnen begonnen: „Wie viel muss ich sparen, um im Alter sorgenfrei leben zu können?“ Die Antwort hängt ganz wesentlich davon ab, wie alt man zu werden glaubt.

Doch in dieser wichtigen Frage liegen die Deutschen mehrheitlich daneben. Die gute Nachricht für Frauen wie Männer: Sie leben länger als erwartet. Denn Männer unterschätzen ihre tatsächliche Lebenserwartung im Durchschnitt um fünf Jahre. Frauen leben durchschnittlich sogar sieben Jahre länger als sie vermuten. Männer und Frauen, die heute 60 Jahre alt sind, können damit rechnen, noch weitere 19,8 Jahre beziehungsweise 23,9 Jahre zu leben. Bis zur Jahrhundertmitte könnte die restliche Lebenserwartung für dann 60-jährige Männer im Durchschnitt noch fast 24 Jahre und für Frauen noch 28 Jahre betragen. Die schlechte Nachricht für beiderlei Geschlecht lautet allerdings: Je höher die Lebenserwartung, desto mehr Kapital muss auch zur Verrentung vorhanden sein.

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