Fragen und Antworten
Ist ein Wechsel angeraten?

Sollte ein freiwillig in der GKV Versicherter sich zu den Privaten retten?

Ja, sofern er drei Jahre in Folge mehr als die gesetzlich nötigen 43 200 Euro Jahresbruttolohn verdient hat. Überdies sollte er jung und gesund sein sowie zuversichtlich, sein Leben lang viel Geld zu haben. Damit ist ihm die im Vergleich zur GKV bessere medizinische Versorgung sicher. Eine Möglichkeit für alle Interessierten, die noch nicht die kompletten drei Jahre in Folge das nötige Gehalt verdient haben, ist: Jetzt schon Antrag stellen, Gesundheitsprüfung abliefern und nach den kompletten drei Jahren in den Tarif einsteigen. Auch dann noch gilt das Ergebnis des Gesundheitschecks. So wollen sich die Unternehmen jetzt Neuzugänge sichern.

Wichtig zu wissen:

Alter: In der PKV entscheidet nicht das Einkommen wie in der GKV, sondern der individuelle Gesundheitszustand über die Beitragshöhe. Je jünger und folglich gesünder, desto günstiger.

Gesundheit: Doch zwickt es schon im Kreuz oder der Heuschnupfen nervt, wird es teuer. Dank der peniblen Gesundheitsprüfung, der sich jeder Anwärter unterziehen muss und für die er seine Ärzte von der Schweigepflicht befreien muss, kann es zu teuren Risikozuschlägen kommen. So hoch, dass sich ein Wechsel zwecks Geldsparen nicht mehr lohnt.

Wer in seinem Leben schon bedrohlich körperlich oder seelisch erkrankt ist, kann sich die Antragsmühe gleich sparen: Er wird gar nicht erst aufgenommen, oder aber für die bekannten Krankheiten und für alle erdenklichen Folgen werden keine Zahlungen übernommen – völlig indiskutabel.

Familie: Das unschlagbare Plus der Gesetzlichen ist die Familienversicherung, das heißt, eine komplette Sippe ist durch ein Elternteil mitversichert, Kinder ohne eigene Einkünfte kosten keinen Cent. In der PKV muss jedes Kind einzeln versichert werden: Ein gesundes Neugeborenes kostet so bis zum 18. Geburtstag getrost 30 000 Euro – so es zu keinen exorbitanten Beitragserhöhungen kommt.

Selbst Carsten Maschmeyer, Gründer des Vertriebsunternehmens AWD und damit abhängig von den Provisionen der privaten Versicherungen bei Vertragsabschluss, rät seinen Verkäufern in dieser Frage zu kundennahem Pragmatismus: "Eine Familie mit drei Kindern ist in der GKV gut aufgehoben." Details zur Versicherung von Kindern lesen Sie im Text: "Kinderglück und Krankenversicherung".

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