Gastbeitrag: Die Renditen von risikoarmen Anlagen sinken

Gastbeitrag
Was Vergreisung für Anleger bedeutet

Die Renditen von risikoarmen Anlagen sinken

Wie gesagt: Rentner sind im Allgemeinen eher risikoscheu. Je grösser ihr Anteil am Anlegersegment wird, desto schlechter dürften sich die Aktienkurse entwickeln. Zudem führt die Alterung der Bevölkerung zu einem relativen Mangel an Arbeitskräften. Dies schadet der gesamtwirtschaftlichen Produktivität und mindert die Kapitalrenditen. Was sich wiederum negativ auf den Wert der Anlagen auswirkt.

Diese Umkehrung der Bevölkerungspyramide dürfte die wirtschaftlichen Probleme in Europa noch verschärfen. Neue Regelwerke wie Basel II, Solvabilität II und Verbraucherschutzgesetze stützen diesen Trend, wenn sie ihn nicht gar beschleunigen.

Unter dem Zwang der Aufsichtsbehörden investieren die Banken, Pensionskassen und vor allem die Versicherer vornehmlich in Anlageklassen mit geringem Risiko. Dieses Anlageverhalten führt zu einem asymmetrischen Anlagemuster: Der Schwerpunkt liegt auf Staatsanleihen. Das geht auf Kosten von Wertpapieren der Privatwirtschaft.

Bei den institutionellen Anlegern hat dieser Trend bereits um sich gegriffen. Die Unternehmen haben Liquiditätsreserven aufgebaut. Zudem haben zahlreiche Investoren das Risiko in ihren Portefeuilles bereits zurückgefahren.

Die europäischen Versicherer und Pensionskassen sind hauptsächlich in festverzinsliche Instrumente investiert, während ihr Engagement in Aktien gering bis sehr gering ausfällt. Zudem sind die meisten unternehmenseigenen Vorsorgeeinrichtungen in Europa und den USA untergedeckt.

Dies ist keineswegs ein Idealzustand, da die Renditen von risikoarmen Anlagen tendenziell sinken und die Anleger daran hindern, ihre Renditevorgaben zu erreichen. Eine Kreditklemme lässt sich in solch einem wirtschaftlichen Umfeld nicht ausschließen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%