Gebäude- und Hausratpolicen
Hab und Gut richtig schützen

Die Stürme werden heftiger. Vor allem im Sommer drohen in ganz Deutschland Unwetter mit Millionenschäden. Ursache ist der Klimawandel. Wie Versicherte auf die neue Situation reagieren und ihren Gebäude- und Hausratpolicen optimal anpassen. Ein exklusiver Tarifvergleich nennt günstige Anbieter.
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HB DÜSSELDORF. Wer kennt noch "Emma" oder "Kirsten"? Beide Namen stehen für Stürme, die im vergangenen Jahr durch Deutschland fegten. Die Hausbesitzer, die danach ihre Dächer reparieren mussten, haben sich die Namen gemerkt. "Kirsten" verursachte an privaten Gebäuden Schäden von rund 90 Mio. Euro, "Emma" von rund 20 Mio. Euro.

Unter Versicherern gelten beide Stürme allerdings als laues Lüftchen. Nicht so "Kyrill". Dieser Orkan verursachte in der privaten Gebäudeversicherung einen Schaden von rund 1,7 Mrd. Euro. "Die Winterstürme nehmen in Zukunft zwar nicht in der Zahl, aber in der Stärke zu", sagt Ernst Rauch, Leiter der Klimaforschung der Münchener Rück. Grund sei der Klimawandel.

Solider Versicherungsschutz tut also Not, zumal im Eigenheim ein Großteil des eigenen Vermögens steckt. Trotz immer stärkerer Stürme verzichten fast 15 Prozent der Deutschen auf eine Versicherung gegen Sturmschäden. Eine entsprechende Wohngebäudepolice deckt alle Schäden an Haus und Fenstern bei Stürmen ab Windstärke acht - auch Folgeschäden, etwa durch umstürzende Bäume.

Gravierende Deckungslücken

Noch ärger sieht die Bilanz bei Elementarschäden aus. Nur jeder zehnte Deutsche hat seinen Schutz um diesen Zusatz erweitert, der unter anderem Schäden durch Überschwemmungen nach starken Regenfällen oder Schneelast auf dem Dach deckt. "Die Zahl der Sturzfluten, Hagelstürme und Überschwemmungen hat sich in den Sommermonaten seit dem Jahr 1970 verdreifacht", sagt Rauch. Die Sommergewitter werden immer heftiger. "Keine Region in Deutschland ist vor diesen Unwettern gefeit", sagt Rauch. Der Einschluss von Elementarschäden bei der Gebäudeversicherung sollte für jeden Versicherten Standard sein.

Neben Klassikern wie der Absicherung gegen Sturm- und Elementarschäden bieten gute Policen kundenfreundliche Einschlüsse. Zum Beispiel den "Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit". Mit dieser Erweiterung sind auch Schäden gedeckt, die entstehen wenn der Versicherte besonders leichtfertig handelt. Etwa falls er vergisst den Wasserhahn in der Badewanne abzustellen und dadurch eine Überschwemmung verursacht. Oder die Küche verlässt und eine überhitzte Herdplatte zu einem Brand führt. "Rund zehn Versicherer bieten Tarife an, die grob fahrlässig verursachte Schäden bis zur Höhe der Versicherungssumme decken", sagt Thomas Stoiber, Tarifexperte des Vergleichssoftwareherstellers Innosystems.

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