Geparktes Geld: Mehr Zinsen für Tages- und Festgeld

Geparktes GeldMehr Zinsen für Tages- und Festgeld

Viele Banken zahlen seit der EZB-Leitzinserhöhung wieder mehr Zinsen für geparktes Geld.
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FrankfurtLieber wenige Prozent auf dem Konto als die vage Aussicht auf satte Renditen im Depot - wegen der Unsicherheit an den Kapitalmärkten durch Schuldenkrise und Katastrophen bleibt dies für viele Deutsche die einzig wahre Anlagestrategie. Immerhin bekommen sie für ihr geparktes Geld wieder etwas mehr an Zinsertrag.
"Weniger als zwei Prozent Tagesgeldzinsen pro Jahr sollten Anleger nicht mehr akzeptieren", sagt Christopher Manolagas vom Frankfurter Finanzdienstleister FMH, der regelmäßig die Konditionen für Tages- und Festgeld beobachtet. Mehr als 20 Geldhäuser zahlen bereits wieder zwei Prozent und mehr für das täglich verfügbare Tagesgeld.

Im Durchschnitt bekommen Anleger von den mehr als 80 von FMH beobachteten Banken und Finanzhäuser jetzt 1,4 Prozent für Tagesgeld und 1,8 Prozent für Festgeld über zwölf Monate. Das ist zwar nicht üppig und liegt unter der derzeitigen Inflationsrate in Deutschland. Es ist aber immerhin ein gutes Viertel beziehungsweise fast ein Fünftel mehr als noch zum Jahresbeginn. "Die Zinslandschaft ändert sich", beobachtet Manolagas. Seit der Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank im April steigen die Zinsen für Einlagen leicht.

Zudem ist der Wettbewerbsdruck derzeit besonders hoch. So zahlt der Zweig der spanischen Santander, der das deutsche Privatkundengeschäft der schwedischen SEB gekauft hat, den derzeit höchsten Tagesgeldsatz von 2,5 Prozent. Auch die neue Autofinanzierungstochter der rheinischen ABC Bank, Bank11, bietet relativ hohe 2,45 Prozent. Die großen Anbieter wie ING Diba und Targobank, die frühere deutsche Citibank, reagieren und zahlen neuen Kunden inzwischen auch einen deutlich höheren Zinssatz als Bestandskunden, was sie früher als "Ungleichbehandlung" abgelehnt haben.

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