Gesetzliche Krankenversicherung: Dieses Jahr lohnt sich der Wechsel

Gesetzliche Krankenversicherung
Dieses Jahr lohnt sich der Wechsel

Die Krankenkassen erhöhen massenhaft ihre Beiträge. Eine Auswertung zeigt, wieviel Ihre Kasse verlangt, welche Versicherten ab diesem Jahr mehr zahlen müssen – und wann ein Wechsel lohnt.

FrankfurtEigentlich geht es den Deutschen derzeit ziemlich gut. Die Gehälter stiegen und die Preise bleiben nahezu konstant. Laut gewerkschaftsnaher Hans-Böckler-Stiftung stiegen die Tariflöhne im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent, nach Abzug der Inflationsrate von 0,3 Prozent bleibe ein Plus von 2,4 Prozent. In diesem Jahr dürfte der Trend anhalten. Vor allem fallende Ölpreise sorgen für ein Plus im Depot.

Die Arbeitnehmerforscher sehen aber auch Belastungen. Ein großer Preistreiber in diesem Jahr dürften die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden. Eine Analyse der Tarifexperten von Kassensuche.de für Handelsblatt Online zeigt: Die Kassen erhöhen massenhaft ihre Beiträge.


Bei Insgesamt 76 von 116 untersuchten Kassen steigen die Beiträge in diesem Jahr, in der Spitze geht es um bis zu 0,8 Prozent rauf. Die Spanne ist enorm: Während die regionale Metzinger BKK in diesem Jahr mit 14,6 Prozent auskommt, verlangt die Viactic Krankenkasse 16,3 Prozent. „In diesem Jahr kann sich ein Wechsel der Kasse finanziell lohnen“, sagt Thomas Adolph, Geschäftsführer von Kassensuche.de.

Bei einem Einkommen in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze von 4237,50 Euro pro Monat würde das Sparpotenzial zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter in diesem Jahr rund 864 Euro betragen. Jeder Versicherte kann mit dem Rechner auf Handelsblatt Online die günstigste Kassen für das individuell gewünschte Leistungsspektrum errechnen.

Im vergangenen Jahr sank der allgemeine Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) von 15,5 auf 14,6 Prozent. Von diesem allgemeinen Beitrag zahlen jeweils Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Hälfte. Krankenkassen, die mit diesem Mindestsatz nicht auskommen, dürfen individuelle Zusatzbeiträge erheben. Die muss jedoch allein der Arbeitnehmer zahlen. Allgemeiner Beitragssatz plus Zusatzbeitrag ergibt schließlich den Prozentsatz, der auf das Einkommen der Versicherten gerechnet wird. Laut Schätzerkreis liegt dieser durchschnittliche Beitragssatz in diesem Jahr bei 15,7 Prozent des Bruttoeinkommens.

Im Vergleich bieten 25 Kassen genau diesen Durchschnittsbeitrag an, weitere 25 liegen darüber. 65 Kassen sind günstiger. „Ein Beitragssatz unter dem Durchschnitt ist in der Außenwirkung wichtig“, sagt Adolph. Zum Mittelwert liegt das Sparpotenzial bei den 65 günstigeren Kassen zwischen 5 Euro und 552 Euro im Jahr.

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