Haftpflicht
Nachbar haftet für Hund

Gut gemeinte Hilfe kann Probleme bringen – zum Beispiel für den Nachbarn, der aus Gefälligkeit auf den Hund aufpasst. Wenn der jemanden beißt, haftet der Nachbar.

HB COBURG. Gerade im Urlaub freuen sich viele über nette Nachbarn, die auf den Familienhund aufpassen und auch mit ihm Gassi gehen. Doch was passiert, wenn der Vierbeiner beim Spazierengehen einen Dritten beißt oder sich von der Leine losreißt, über die Straße rennt und einen Unfall verursacht? Wer muss haften?

Juristisch gesehen ist der nette Nachbar der Hüter. Darauf weist das Versicherungsunternehmen HUK Coburg hin. Verursacht der Hund einen Schaden, weil der Hüter nicht mit der erforderlichen Sorgfalt aufgepasst hat, muss der Nachbar haften. Die Versicherungsexperten verweisen auf den Beispielfall, dass der freundliche Helfer mit einem lebhaften Hund, der nicht zuverlässig gehorcht, spazieren geht, ihn nicht anleint und der Hund zubeißt.

Oft seien dann Schmerzensgeld, Verdienstausfall und die Heilbehandlungskosten fällig, so die Versicherer. Für den Nachbarn sei es daher wichtig zu wissen, ob der Eigentümer des Hundes eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Durch sie sei er in jedem Fall kostenfrei mitversichert. Zudem würden viele Versicherer die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft unterstützen. Im Rahmen einer herkömmlichen Privathaftpflicht-Versicherung sei das Hüten fremder Hunde kostenlos mitversichert.

Wenn der nette Nachbar selbst ein Opfer des Vierbeiners wird, zum Beispiel gebissen wird, sei dies auch ein Fall für die Hundehalter-Haftpflichtversicherung.

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