Handelsblatt Special: Altersvorsorge
So sicher ist die Rente

Die gesetzliche Rentenversicherung befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel. Sie muss sich stets den veränderten demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen, nur so kann sie ein ausreichend hohes Maß an Sicherheit gewähren. Doch um den Lebensstandard im Alter halten zu können, ist private Vorsorge nötig.

BERLIN. Im Mittelpunkt der Rentenreformen in den beiden vergangenen Jahrzehnten stand vor allem die Anpassung der Alterssicherung an den demografischen Wandel. Die Erkenntnis, dass sich aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der auf niedrigem Niveau stagnierenden Geburtenzahlen die demografische Struktur unserer Bevölkerung verändert, ist ja keineswegs neu. Die Rentenversicherung hat bereits Anfang der 80er Jahre eine umfangreiche Studie beim Forschungsinstitut Prognos in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Rentenversicherung zu analysieren. Auf Basis dieser Studie wurden dann Vorschläge erarbeitet, um die durch den demografischen Wandel ausgelösten Belastungen für die Alterssicherung soweit wie möglich zu kompensieren.

Die Politik hat viele dieser Vorschläge im Rahmen der Reformgesetze der vergangenen 15 Jahre aufgegriffen und die Alterssicherung damit an die demografischen Veränderungen angepasst. Die Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre stellte dabei sozusagen das letzte, abschließende Element eines langjährigen Reformprozesses zur Anpassung der Alterssicherung an den demografischen Wandel dar.

Durch die Reformen werden die heutigen und künftigen Beitragszahler erheblich entlastet. Unsere aktuellen Finanzschätzungen kommen für das Jahr 2030 auf einen Beitragssatz von rund 22 Prozent. Das sind zwar etwa zwei Prozentpunkte mehr als heute; Ende der 80er Jahre – also vor Beginn der angesprochenen Reformmaßnahmen – war für 2030 noch ein Beitragssatz von rund 40 Prozent prognostiziert worden.

Als wesentliche Folge der Reformen – und das ist sozusagen die Kehrseite der Beitragssatzsenkung – sinkt das künftige Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Rente wird für die meisten Menschen aber auch in Zukunft deutlich über dem Sozialhilfeniveau liegen. Und wichtig ist dabei: Auch für die künftigen Jahrgänge wird es im System der gesetzlichen Rentenversicherung eine positive Rendite geben. Diese Renditeberechnungen werden von unabhängigen Instituten bestätigt, wie etwa vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der Stiftung Warentest.

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