Hausratversicherung
Wenn die Einbrecher unterwegs sind

Politik und Versicherer warnen: Winterzeit ist in Deutschland Einbruchszeit. Wenn Geld, Schmuck oder der Laptop plötzlich fehlen, springt die Hausratversicherung ein. Wo es die besten Angebote gibt. Das Tool der Woche.
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DüsseldorfWenn der Winter Einzug hält, es bereits am späten Nachmittag stockdunkel draußen wird, ist es wieder so weit: Einbrecher haben leichteres Spiel als sonst, sich Zugang zu Deutschlands Wohnungen zu verschaffen und dabei Schmuck, Bargeld, die Stereoanlage oder den Laptop mitgehen zu lassen. Nicht ohne Grund hat sich die Initiative K-Einbruch unter der Schirmherrschaft von Thomas De Maizière ausgerechnet das Wochenende der Zeitumstellung Ende Oktober herausgesucht, um die Deutschen zu „sensibilisieren“, ihr Zuhause gegen Eindringlinge zu schützen.

Was auf den ersten Blick vielleicht übertrieben scheint – ein wenig wie Panikmache – hat auf den zweiten Blick durchaus seine Berechtigung: Laut einer Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche mit 150.000 in 2013 den höchsten Stand in 10 Jahren erreicht.

Grund genug also, sich zumindest einmal Gedanken über eine Hausratversicherung zu machen. Die Police, die oft nur einige zehn Euro im Jahr kostet und das Hab und Gut in einer Wohnung absichert, greift bei Einbruch, aber auch wenn Hausrat nach einem Rohrbruch, einem Blitzschlag oder auch nach einem Feuer teilweise oder ganz zerstört werden würde. Einen ersten schnellen Überblick über individuelle Angebote zur Hausratversicherungen, gibt zum Beispiel der neue Rechner auf Handelsblatt Online, unser Tool der Woche. Allerdings lohnt sich die Hausratversicherung – obgleich sie recht günstig  ist – nicht für alle.

Für wen eine Hausratversicherung sinnvoll sein kann, weiß zum Beispiel Stefan Albers, Vorstand des Bundesverbandes der Versicherungsberater (BVVB): „Spätestens, wenn der Hausrat über den eines Studenten hinausgeht, empfiehlt sich die Versicherung“, so der Experte. Die Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen gibt  zur Frage „Für wen?“ eine noch differenziertere Antwort:

Wer in der Lage ist, seinen Hab und Gut durch privates Vermögen wieder zu ersetzen, brauche nur dann eine Hausratversicherung, wenn „das Vermögen anderweitig eingeplant ist, etwa für die private Altersvorsorge“, heißt es etwa im Ratgeber „Richtig versichert“. Wer dagegen das eigene Hab und Gut nicht so ohne Weiteres aus eigenen Mittel ersetzen kann, für den sei laut Verbraucherzentrale eine Hausratversicherung „sehr wichtig“.

Wer könnte ein typischer Versicherungsnehmer sein? Das Analysehaus Morgen & Morgen hat für Handelsblatt Online die besten Tarife für zwei standardmäßige Hausratversicherte analysiert: einen 40-jährigen Mann, der mit seiner Familie ein 130-Quadratmeter-großes Einfamilienhaus bewohnt. Und einen 26-Jährigen Single, der – gerade im ersten, gutbezahlten Job nach der Uni – gerade eine schicke 50-Quadratmeter-große Wohnung im Stadtzentrum gemietet hat. Standardeinrichtung vorausgesetzt, würde die Police den Familienvater im günstigsten Fall gute 100 Euro pro Jahr, den Single gut 50 Euro pro Jahr kosten (siehe Tabellen auf Seite 4 und 5).


Kommentare zu " Hausratversicherung: Wenn die Einbrecher unterwegs sind"

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  • Welch Freude.

  • "Es will doch Spaß! Es kriget was es verdient."

    Wollen wir nicht alles etwas Spaß in diesen dunklen Zeiten? Kriegen wir nicht alle was wir verdienen?
    Wir sollten darüber reden.

  • "Einbrecher kommen selten. Murksel und die Ihren jeden Tag."

    Ich komme auch fast jeden Tag.

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