Hohe Gebühren bei Kreditkarten
Barabhebung kann teuer werden

Finanzexperten raten davon ab, mit der Kreditkarte Bargeld an Automaten abzuheben. Die Gebühren dafür seien oft beträchtlich. Gerade im Urlaub denken viele nicht daran.

HB DÜSSELDORF. Die Kreditkarte ist als Zahlungsinstrument sehr geschätzt. In vielen Geschäfte können Kunden bequem damit zahlen. Vor allem im außereuropäischen Ausland ist die Akzeptanz ein Vorteil gegenüber der EC-Karte. Auch in Europa haben es jenseits der deutschen Grenzen viele Bankkunden schwer, einen Geldautomaten zu finden, an dem mit der institutseigenen EC-Karte kostenlos Bares gezogen werden kann.

Banken mit wenigen eigenen Geldautomaten würden sogar empfehlen, sich das nötige Bargeld nicht mit der EC-Karte/Maestrokarte am Geldautomaten zu holen, sondern die Kreditkarte dafür zu verwenden, hat Max Herbst von der Frankfurter FMH-Finanzberatung beobachtet. „Dieser Rat kann richtig Geld kosten“, warnt Herbst. Bei einer Analyse der Kriterien von 105 Kreditkarten habe sich gezeigt, dass die Mindestgebühr für die Bargeldversorgung am Automaten zwischen 2,50 Euro und 7,11 Euro liege und der prozentuale Anteil zwischen zwei und vier Prozent.

„300 Euro vom Automaten kosten dann schnell zehn Euro und mehr an Gebühr“, sagt Herbst. Wer außerhalb der europäischen Währungsunion mit der Kreditkarte bezahlt, müsse außerdem eine Umsatz abhängige Gebühr zwischen einem und zwei Prozent einkalkulieren. Innerhalb der Euro-Länder entfalle dieses zusätzliche Entgelt für die einfache Bezahlung mit der Kreditkarte.

Der Finanzexperte weist aber auch darauf hin, dass diese Kosten „immer noch günstiger als die Gefahr“ sei. Auch das „ungute Gefühl mit viel Bargeld in den Urlaub zu verreisen“ würde viele Menschen belasten.

Angesichts einer Vielfalt an Kartenangeboten und Rabatten müsse der Kunde prüfen, was sinnvoll für ihn ist. „Von der Feuerwehrkarte über die Vodafone Karte oder FC Bayern Card bis zur Pride Card ist alles möglich und mehr oder weniger sinnvoll“, meint Herbst; „man sollte sich gut ausrechnen, ob man die diversen Zusatzangebote auch wirklich nutzen kann.“

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