Interview zur großen Flut „Die Zahl der Unwetter wird steigen“

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Schäden in Milliardenhöhe

Hochwasser verlagert sich nach Norden

Die letzte Katastrophe ist jetzt mehr als zehn Jahre her. Haben Bund, Länder und Kommunen seitdem genug für den Hochwasserschutz getan?
Die Verantwortlichen haben etwas getan. Die Umsetzung der nach 2002 geplanten Maßnahmen dauert noch an. Viele Projekte sind noch nicht umgesetzt. Aktuell sehen wir: Wo der Hochwasserschutz verbessert wurde, sind die Schäden im Vergleich zum letzten Mal vermutlich signifikant niedriger.

Damals waren die Schäden immens.
Das stimmt. In Europa betrug die Schadensumme der so genannten Elbe-Flut im Jahre 2002 insgesamt 16,8 Milliarden Euro. Davon waren nur 3,5 Milliarden Euro versichert.

Das liegt wohl auch daran, dass sich Immobilienbesitzer in gefährdeten Gebieten kaum gegen Elementarschäden versichern können.
Das kann ich nicht bestätigen. Mehr als 90 Prozent der Privathaushalte in Deutschland können sich problemlos gegen Elementarschäden versichern. Für höher gefährdete Gebäude sind Versicherungsdeckungen nach Einzelfallprüfung in der Regel ebenfalls möglich. Knapp 1,5 Prozent leben in stark hochwassergefährdeten Gebieten. Dort sind zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer Maßnahmen zu vereinbaren, die eine privatwirtschaftliche Deckung möglich machen.

Wenn das ein Hausbesitzer liest, dessen Objekt direkt in der Nähe von Mosel, Rhein oder Donau liegt, dürfte er schmunzeln. Die Beiträge dort sind für Normalverdiener unbezahlbar.
Diese Menschen sollten prüfen, ob sie nur den Katastrophenfall absichern können. Dann gilt der Schutz nur für außergewöhnliche Ereignisse, die nur bei jedem zehnten oder zwanzigsten Hochwasser vorkommen. Sie können einen hohen Selbstbehalt von mehreren zehntausend Euro vereinbaren und vorbeugende Maßnahmen treffen, etwa wasserdichte Fenster einbauen oder den Keller fliesen.

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31 Kommentare zu "Interview zur großen Flut: „Die Zahl der Unwetter wird steigen“"

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  • Das sieht der Deutsche Wetterdienst jedoch irgendwie ganz anders:

    „Bei extremen Wetterereignissen sind in Deutschland hingegen bisher keine signifikanten Trends zu beobachten gewesen. Auch solche Ereignisse wie die Hochwassersituation 2002 gehören zum normalen Repertoire unseres Klimas.”

    Auch sollte ein solcher Artikel den Interessenskonflikt der MR offenbaren. Der Konzern profitiert von der Prognose hoher Schaeden, wenn diese dann nicht eintreten.

    Zum dritten halte ich es in gleichem Zusammenhang fuer einen Skandal, dass die Bundesregierung MR Angestellte als Fuehrungsautoren zum Weltklimarat IPCC entsandt hat.

  • @HofmannM
    Sie neigen zu Übertreibungen. Wer hat denn Kohlenstoffdioxid verteufelt? Kohlenstoffdioxid in ausgewogener Konzentration gehört zum Kreislauf des Lebens, so wie der Sauerstoff und andere wesentliche Elemente ebenso dazu gehören. Das Kohlenstoffdioxid allerdings auch tödlich sein kann, gehört ebenso zur Wahrheit dazu. Ab etwa 15 Volumenprozent wird es kritisch für uns Menschen. Des Weiteren gehört zur Wahrheit, dass Kohlenstoffdioxid (neben Kohlendioxid auch z.B. Methan oder Ozon) durch seinen Treibhauseffekt dazu beiträgt, dass auf der Erde in großen Teilen wohlige Temperaturen vorherrschen, ohne diesen Effekt würden unsere Temperaturen etwa im Bereich des Gefrierpunktes liegen. Wenn also dieser Effekt dazu beiträgt das unsere Temperaturen in einem für uns angenehmen Bereich liegen, dann ist es nur folgerichtig und logisch das eine spürbare Erhöhung der Konzentration, auch eine entsprechende Auswirkung haben wird. Heute geht man davon aus das Kohlenstoffdioxid einen Anteil von ca. 15-20% an dem Treibhauseffekt hat.

  • Gott Lob gibt es noch die strahlungsfreie Atomenergie und die Nullemissionskohlekraftwerke, sonst wären wir ja ganz verloren und dem Untergang geweiht. Lasst uns alle mit einem tiefen Glaubensbekenntnis auf die Knie fallen und beten, das es nie geschehen möge das wir unserer Energie überwiegend aus solch gotteslästerlichen Formen wie Wind und Sonne gewinnen mögen, Amen.

  • Kann man leider nur noch nicht beweisen!
    Aber wenn es so ist sollte man sich mal überlegen für was Deutschland "bestraft" wird?

    Ich finde mit Merkel sind wir schon gestraft genug!

  • Völliger Quatsch ist diese Panikmache! Bisher war noch jedes Unwetter unterhalb einer bereits bekannten Marke geblieben!

    Was die Versicherungen wollen, sind höhere Beiträge, obwohl sie eh schon lange keine Risiken mehr absichern, sondern ein Gewinngeschäft haben, das durch Auszahlungsverweigerung maximiert wird.

  • Wer sich die Wetterlage um und in Europa seit Anfang des Jahres 2013 etwas genauer angeschaut hat und vielleicht auch ein wenig von Meteorologie versteht, muss zwangsläufig zu ganz anderen Ergebnissen kommen, als dieses immer wieder gebetsmühlenartige Gefasel von Menschen gemachten Klima Eingriffen.
    Die Ursachen für diese Wetterphänomene sind ganz anderer Art und müssen nun unbedingt einmal zur Sprache gebracht werden. Heißer Sonnensommer 2003, Oderflut, Hurrican Katharina, Flut in Pakistan, Wald- und Tundrabrände in Russland usw., usw.. Das hat uns nicht Mutter Natur beschert, sondern die Macher von HAARP! Die neue Kriegswaffe - Wetterbeherrschung! Mit Hilfe dieser Technologie ist es möglich die Jet-Ströme zu lenken, d.h. man kann ganze Landstriche austrocknen oder unter Wasser setzen - je nachdem! Letzten Winter erfuhren wir dauerhafte Kälte und sonnenarme Wochen. Die Menschen werden bekriegt, erleiden physische und psychische, sowie hohe materielle Schäden und keiner denkt sich etwas dabei, wer der Verursacher war!
    http://www.zeitenschrift.com/news/short-haarp.ihtml
    http://de.wikipedia.org/wiki/HAARP

  • @Europaeer
    Sie sind ja ein ganz Schlauer! Wenn Sie CO2 als Mensch nicht mehr ausstossen wollen, dann fangen Sie mal bei Ihrer Atmung damit an! Dann untersagen Sie den Rettungshelfern "Leben zu retten". Dann verbieten Sie der Bevölkerung Strom zu erzeugen und zu verbrauchen. Dann rufen Sie gleich eine Abkehr von Wohlstnad aus und fangen an die Leute für eine neue Mangelgesellschaft auf Basis der DDR zu begeistern.
    Das CO2 ist ein lebensnotwendiges GAS!! OHNE CO2 gibt es kein Leben auf der ERDE!!! CO2 hat KEINEN Einfluss auf die Steuerung des Klima!!! Wer das CO2 verteufelt, der ist ideologische verblendet und ein Menschenverachter!

  • Auch wenn deren Verkäufer gerne das Gegenteil bewerben: Die Hausratversicherung ist für den Normalo - wg ihrer Bedingungen - schlichtweg überflüssig.

  • 1. Wir erhöhen den CO2-Gehalt der Atmosphäre
    2. Durch den Teibhauseffekt erhöht sich die Durchschnittstemperatur
    3. Durch die Temperaturerhöhung kommt mehr Wasserdampf in die Atmosphäre
    4. Dadurch erhöht sich die Temperatur weiter, was erneut mehr Wasserdampf in der Atmosphäre bedeutet.
    5. Durch die höhere Temperatur und mehr Wasser gibt es mehr Unwetter.

    Diese kausalen Zusammenhänge sind uns seit Jahrzehnten bekannt. Wenn wir diese weiter ignorieren und weiter hemmungslos CO2 in die Luft blasen, müssen mit den Folgen, wie häufigere und heftigere Unwetter und Extremwetterlagen leben.

  • Kann man wohl sagen. Scheisskalt, die Klimaerwährmung.

    Früher kam die Nordsee bis nach Hannover. Und dass Wolken sich am Gebirge abregnen, wusste man auch schon mal.
    Arminius hat die Römer übrigens in einen der vielzahligen Sümpfe geführt, um sie fertig zu machen.

    Wenn man in Deutschland lebt, sollte man schon wissen, Städte gehören weder in einen Pril gebaut noch ins Moor. Und man sollte in der Nähe einer Düne sein, wenn das Wasser kommt.

    Das war keine Umweltkatastrophe.

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