Jahresend-Rally um Zulagen und Steuerbonus
Riester-Rente verkauft sich wie nie zuvor

Die staatlich geförderte Privatrente gewinnt an Bedeutung. Schon zu Jahresbeginn wurden überdurchschnittlich viele Riester-verträge unterschrieben. Jetzt sprechen die führenden Anbieter bereits von einer Jahresend-Rally um Zulagen und Steuerbonus.

FRANKFURT. Nachdem die förderberechtigten Rentenversicherungspflichtigen bereits im gesamten Jahr 2006 überdurchschnittlich viele Riester-Verträge unterschrieben haben, sprechen die führenden Anbieter von Produkten für die staatlich geförderte private Altersrente in einer Handelsblatt-Umfrage von einer Jahresendrally um die staatlichen Zulagen und den Steuerbonus.

Allen voran schloss der Marktführer bei Fondsverträgen, Union Investment, allein im November gut 80 000 Riester-Fondsverträge ab. In diesem Jahr verbuchte die Union bislang 456 000 neue Verträge, fast doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. „Das Riester-Geschäft hat in den letzten vier Wochen nochmals angezogen“, sagt Klaus Riester, Geschäftsführer Privatkunden bei Union Investment. Der genossenschaftliche Anbieter hält knapp 90 Prozent des Marktes für Riester-Fondsprodukte mit rund einer Million Verträgen. Auch die Nummer zwei und drei bei Fonds, Deka und DWS, sprechen von einer Rally. „Unser Riester-Geschäft hat zum Jahresende noch einmal deutlich angezogen. Im November konnten wir über 60 Prozent mehr Neuverträge abschließen im Vergleich zum Vormonat“, erklärt Ulrich Tigges, Leiter Vorsorgemanagement bei der Deka Bank mit Blick auf die knapp 10 000 Abschlüsse im November. Die DWS verbuchte im November nach eigener Angabe gut 12 000 neue Fondsverträge.

Bei Allianz-Leben, der Nummer zwei am Riester-Policen-Markt, macht dieses Geschäft inzwischen ein Drittel der Neuverträge aus. „Nach den schon guten Vormonaten hat das Geschäft im Dezember nochmals deutlich angezogen“, sagt Jochen Vogel, Leiter Lebensversicherung Südwest bei der Allianz. Im November schlossen Kunden 30 000 Verträge ab. Allianz Leben hat gerade den einmillionsten Riester-Vertrag verkauft. Nur AMB Generali liegt davor mit rund 1,3 Mill. Policen. Die AMB-Tochter Aachener Münchener (AM) verkaufte mit 150 000 neuen Riester-Policen bis Ende September 2006 fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. „Wir verzeichnen bei Riester-Verträgen ein kontinuierlich starkes Geschäft“, sagt ein Sprecher.

Bereits der Absatz bis Ende September machen das Jahr 2006 für die Versicherungen laut dem Versicherungsverband GDV mit 1,12 Millionen verkauften Policen zu einem der besten Riester-Jahre überhaupt. Die Versicherer führen den Markt mit knapp sechs Millionen Verträgen an. Die Fonds vereinen eine gute Million auf sich, Banksparpläne gibt es gut 300 000. Auch Sparkassen und Volksbanken berichten von lebhafter Nachfrage. Die anfangs als zu bürokratisch geltende Riester-Rente wird besser angenommen, seit 2005 der Vertrieb attraktiver vergütet und die Anträge auf Zulagen vereinfacht wurden.

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