Kassen wehren sich gegen CDU-Vorwurf
Zahnersatz-Beiträge weiter unklar

Für Kassenpatienten ist immer noch nicht klar, wie viel sie ab 2005 für die neue Pflicht- Zusatzversicherung für Zahnersatz zahlen müssen. Sie hätten zu geringe Kosten genannt, warf die CDU den Kassen vor. Die konterten jetzt die Vorwürfe.

HB Düsseldorf. CDU- Generalsekretär Laurenz Meyer hatte gesagt, er fühle sich „von den Kassen geleimt“: Diese hätten noch im vergangenen Sommer als Monatsbeitrag eine Summe von maximal fünf Euro inklusive Verwaltungskosten genannt. Nun seien für die von kommenden Januar an notwendige Zusatzpolice Monatsprämien bis zu 8,50 Euro im Gespräch, kritisierte Meyer in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen entgegneten, der CDU-Generalsekretär habe „offenbar“ den Unterschied zwischen Leistungsausgaben pro Versichertem und Leistungsausgaben pro Mitglied nicht beachtet. Die im Juli 2003 genannten Zahlen und Daten seien „nach wie vor sachlich richtig“. Man habe damals „keine voraussichtlichen Prämien für 2005 genannt“, sondern dargestellt, welche Leistungsausgaben für Zahnersatz bei den Kassen tatsächlich anfallen.

Die Kassen hätten zutreffend monatliche Ausgaben pro gesetzlich Versichertem von 4,30 Euro und pro Mitglied von 5,99 Euro genannt, und zwar jeweils ohne Verwaltungskosten. Diese Zahlen basierten auf Zahnersatz-Ausgaben im Jahre 2001 von 3,6 Milliarden Euro bei knapp 51 Millionen Mitgliedern und nahezu 71 Millionen Versicherten. „Nach den jetzt vorliegenden Daten betrugen die Leistungsausgaben für Zahnersatz im Jahre 2003 pro Mitglied 6,22 Euro“, heißt es in der Stellungnahme. Der Beitrag für die neue Zahnersatzversicherung der gesetzlichen Krankenkassen könne derzeit „noch nicht berechnet werden“. Sie wird am 1. Januar als Teil der Gesundheitsreform eingeführt.

Zudem befürchten die gesetzlichen Krankenkassen, dass sie Beitragsausfälle auf alle umlegen müssten. Solche Beitragsausfälle seien zu befürchten, wenn die Kassen die Beiträge von Rentnern und Arbeitslosen wirklich selbst einziehen müssten. Das würde „die Beitragshöhe erheblich verändern“. Die Verbände fordern daher Änderungen am Gesundheitsreformgesetz.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%