Kopfprämienmodell und Bürgerversicherung
Schweiz kombiniert Versicherungssysteme

Die Schweiz hat bereits 1996 ein Mischsystem aus den deutschen Reformüberlegungen zur Bürgerversicherung und zum Kopfprämienmodell eingeführt.

Kopfprämien: Bis 1996 konnten die Krankenversicherungsunternehmen die Höhe der Prämie nach Alter und Geschlecht differenzieren. Seit 1996 muss jede Versicherung für jede Versorgungsregion eine "Einheitsprämie" für Erwachsene ab 26 Jahre kalkulieren. Für Kinder (0 bis 18 Jahre) und Jugendliche (19 bis 25 Jahre) können separate Prämien kalkuliert werden.

Versicherungspflicht: Alle Bürger müssen sich entweder bei einer gesetzlichen Kasse oder einem privaten Versicherungsunternehmen versichern.

Selbstbeteiligung: Alle Versicherungen können Prämienrabatte für Versicherte anbieten, die einen festen Teil ihrer Behandlungskosten pro Jahr selbst zahlen, sich an besonderen Versicherungsformen mit eingeschränkter Arzt- und Krankenhauswahl beteiligen (HMOs) oder Hausarzttarife wählen.

Sozialausgleich: Jeder Kanton entscheidet darüber, nach welchen Kriterien Bezieher kleiner Einkommen Prämienverbilligungen erhalten. Ziel ist es, dass die Belastung durch die Prämie acht Prozent des Haushaltseinkommens nicht übersteigt. Dieses Ziel wurde jedoch im Durchschnitt nicht erreicht. Außerdem sind die Prämien seit 1996 jährlich um durchschnittlich fünf Prozent gestiegen.

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