Krankenkassen
Das Ende des Zusatzbeitrags

Die Deutsche BKK verlangt ab Oktober keinen Zusatzbeitrag mehr. Damit fällt der ungeliebte Beitrag dieses Jahr für mehr als neun Millionen gesetzlich Versicherte weg. Nun wollen die Kassen mehr Beitragsautonomie.
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Der Verwaltungsrat der Deutschen BKK hat heute beschlossen, den Zusatzbeitrag zum 30. September 2012 abzuschaffen. Die gute Konjunkturlage, neue Rabattverträge sowie weitere Einsparungen bei Arzneimitteln zahlten sich jetzt aus, erklärte die Krankenkasse, die 800.000 Versicherte betreut und die Nummer 19 unter den knapp 150 deutschen Instituten ist. 

Damit hat auch die letzte große Krankenkasse mit Zusatzbeitrag diese ungeliebte Einnahmeform wieder abgeschafft. In diesem Jahr werden damit nach und nach mehr als neun Millionen Versicherte davon nicht mehr betroffen sein. 

An die Spitze der Bewegung hatte sich im vergangenen Jahr überraschend die DAK gesetzt. Die drittgrößte Krankenkasse schließt sich in diesem Jahr mit der BKK Gesundheit zusammen. Nahezu zeitgleich mit der Fusionsmeldung kündigte die DAK auch die Abschaffung ihres Zusatzbeitrages von acht Euro im Monat an – für das fusionierte größere Institut. 

DAK-Chef Herbert Rebscher hatte bereits vergangenes Jahr „das Ende der Zusatzbeiträge“ öffentlich ausgerufen. Das Konzept habe noch nie richtig überzeugt. In seiner konkreten gesetzlichen Ausprägung sei es so oder so zum Scheitern verurteilt gewesen. „Deshalb ist sein gegenwärtiges Schicksal, was sich mit „sanft entschlafen“ am besten beschreiben lässt, wohl das Beste, was passieren konnte“, erklärte Rebscher. 

Der DAK-Chef war einer der ersten Kassenmanager, der 2010 den Zusatzbeitrag einführte. Er hatte damit gerechnet, dass viele andere Krankenkassen ihm schnell folgen würden. Doch dem war nicht so. Viele Konkurrenten taten im Gegenteil alles, um den Zusatzbeitrag so lange wie möglich zu vermeiden – sei es durch Fusionen oder durch Einsparungen. Auf diese Weise profitierten sie von starken Wanderungsbewegungen, die als Folge der Zusatzbeiträge zwischen den Krankenkassen einsetzten. 

Da die Zusatzbeiträge von zumeist acht Euro im Monat direkt beim Kassenmitglied erhoben werden, sind sie deutlich spürbarer als der allgemeine Beitrag, der über den Arbeitgeber eingezogen wird. Die Folge: Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen mussten Mitgliederverluste zwischen 10 und 50 Prozent verkraften. Das brachte einige in Existenznot. Bei City BKK und BKK Heilberufe führte dies sogar zur Schließung. Andere suchten ihr Heil in Fusionen, oft bevor die Erhebung eines Zusatzbeitrages notwendig wurde.

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    HKK - BREMEN/OLDENBURG
    ......................
    die handelskrankenkasse bremen oldenburg hat ebenfalls
    keinen sonderbeitrag erhoben - sondern 2009 und 2010 je
    mitglied € 60,oo jährlich erstattet..
    ......................................................
    die erstattung für 2011 wird im märz 2012 erfolgen..
    ..

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