Krankenzusatzpolicen
Leistungen wie ein Privatpatient

Mit privaten Zusatzpolicen können gesetzlich Versicherte ihre Leistungen aufmotzen. Ein Vergleich zeigt, welche Tarife für stationäre, ambulante und zahnärztliche Behandlungen ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten.
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Wenn der charmante Chefarzt Professor Doktor Klaus Brinkmann seinen Patienten einen Besuch abstattete und sich besorgt nach ihrem Gesundheitszustand erkundigte, ging es vor allem den weiblichen Patienten meist schon viel besser.

Bis zu 28 Millionen Deutsche sahen in den 1980er Jahren „Die Schwarzwaldklinik“ und verfolgten gespannt die Geschichten aus dem idyllischen Glottertal. Und noch heute ist es vielen Patienten wichtig, sich im Krankenhaus vom Chef behandeln zu lassen, und nicht von einem Stationsarzt. Das ist aber nicht billig – und die Krankenkasse zahlt nicht dafür. Ein Grund für viele Deutsche, eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen.

Rund 23,5 Millionen Deutsche haben nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherer eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Jedes Jahr steigt die Zahl derjenigen, die neben ihrer gesetzlichen Versicherung noch eine private Zusatzversicherung abschließen. Bis zu 50 Euro im Monat kann so eine Police kosten, Zahnzusatzversicherungen sind meist um 20 Euro zu haben.

Das kann sich lohnen, sagen Experten – wenn man den passenden Tarif findet. Längst nicht alle Krankenzusatzversicherungen sind empfehlenswert. Und so gilt wie immer bei Versicherungen: Genau das Kleingedruckte lesen.

So macht es beispielsweise einen großen Unterschied, ob man eine „Krankentagegeldversicherung“ oder eine „Krankenhaustagegeldversicherung“ abschließt. Hier steckt der Unterschied schon in der Bezeichnung: Bei ersterer springt die Versicherungsgesellschaft ein, wenn Sie länger im Krankenhaus liegen und Ihr Gehalt deswegen gekürzt wird, während Ihnen bei einer Krankenhaustagegeldversicherung pro Tag ein mit Ihnen zuvor vereinbarter Betrag gezahlt wird, wenn Sie in die Klinik müssen.

Ob sich das tatsächlich rechnet, steht auf einem anderen Blatt, heißt es vom Bund der Versicherten. „Denn diese Kosten bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen. Verdienstausfälle lassen sich damit nicht ausgleichen“. In diesem Fall wäre man mit einer Krankentagegeldversicherung besser versorgt. „Die zahlt sogar, wenn Sie krank zu Hause sind.“

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