Längere Lebenserwartung tangiert auch Betriebsrenten
Höhere Beiträge durch neue Sterbetafeln

Weil die Lebenserwartung deutscher Arbeitnehmer weiter steigt, müssen viele betrieblichen Versorgungswerke ihre Leistungen und Beiträge neu kalkulieren.

Zu diesem Zweck führt ein Teil der Branche mit Beginn des kommenden Jahres neue Sterbetafeln ein. Von der Neuregelung sind einige Pensionskassen und alle 23 Pensionsfonds betroffen.

Eine Sterbetafel gibt, getrennt für Männer und Frauen, die Wahrscheinlichkeit an, mit der sie in einem bestimmten Lebensalter sterben werden. Daraus lässt sich die zu erwartende Restlebenszeit berechnen. Nach der von Januar 2005 an gültigen Sterbetafel verlängert sich beispielsweise die restliche Lebenserwartung eines 65-jährigen Mannes von 21 auf 24 Jahre. Männliche Betriebsrentner bekommen also im Durchschnitt drei Jahre länger Geld von ihrem ehemaligen Arbeitgeber.

Dies bleibt für die Arbeitnehmer nicht ohne Folgen: Neueinsteiger müssen sich von 2005 an auf höhere Beiträge für die gleiche garantierte Leistung einstellen. Peter Kolm, Münchner Unternehmensberater, schätzt das Beitragsplus auf 10 bis 15 Prozent. Weil die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern gegenüber der alten Sterbetafel stärker gestiegen ist als bei Frauen, müssen männliche Versicherte mit einem kräftigeren Beitragsplus rechnen.

Bei Bestandskunden hingegen darf der Versorgungsträger die Prämien nicht erhöhen, er zwackt dafür einen Teil der nicht garantierten Überschüsse ab.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 50 vom 02.12.2004 Seite 129

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