Lebensversicherung
Fondsgebundene Altersvorsorge: Teure Irrtümer

Hohe Kosten und einbrechende Märkte ruinieren die Renditen von fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen. Millionen Versicherte sorgen sich aktuell um ihre Altersvorsorge. Was Kunden über ihre Mischprodukte wissen sollten.

DÜSSELDORF. Die schlechte Nachricht kommt mit der Post. Versicherte, die in den vergangenen Jahren eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen haben, fallen beim Blick in die Standmitteilung aktuell aus allen Wolken. Selbst wer nicht jede der klauselartigen Formulierungen versteht, merkt schnell: die eigene Altersvorsorge fällt unter Umständen nicht so üppig aus, wie eigentlich erhofft. "Die Renditen entwickeln sich aktuell katastrophal", sagt Axel Kleinlein, Inhaber von Mathconcepts - einem Unternehmen, bei denen Versicherte ihre Verträge nachrechnen lassen können. "Einerseits sind die Märkte eingebrochen", sagt der Finanzmathematiker, "andererseits verlangen die Gesellschaften teils sehr hohe Gebühren".

Zahlreiche Versicherungskunden sind betroffen. Knapp neun Millionen Policen schlossen die Deutschen in den vergangenen fünf Jahren ab, meldet der Branchenverband GDV. 2008 zahlten allein die Neukunden 3,8 Milliarden Euro an Beiträgen. Natürlich möchten die Kunden für ihre Beiträge auch in der Krise Leistung sehen. Doch die Realität sieht oft anders aus. "Zahlreiche Policen bieten aktuell eine deutlich negative Verzinsung", sagt Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Einige Kunden verlieren nach seinen Angaben in den ersten fünf Jahren bis zu 30 Prozent der eingezahlten Beiträge. "In der Beratung stapeln sich die Beschwerden unzufriedener Versicherter."

Auch Professor Günter Hirsch, Ombudsmann der Versicherungswirtschaft, bemerkt allgemeinen Unmut. "Im vergangenen Jahr ist eine Zunahme von Beschwerden zu fondsgebundenen Lebensversicherungen zu beobachten", sagt der ehemalige Präsident des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe. Grund sei vor allem die schlechte Entwicklung auf den Finanzmärkten. Die Versicherten lassen aktuell vor allem klären, ob der Versicherer die Wertverluste korrekt berechnet hat oder ob der Vermittler den Kunden nicht ausreichend über die Risiken des Produktes aufgeklärt hat. In der Tat gibt es viele Missverständnisse über das Mischprodukt. Handelsblatt.com klärt über drei populäre Irrtümer auf.

Irrtum I: Alle Prämien landen im Fonds
Irrtum II: Die Police ist sicher
Irrtum III: Der Risikoschutz für die Familie wird günstiger

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