Lebensversicherung
Steuerfreiheit in Gefahr

Wer vor 2005 eine Lebensversicherung abgeschlossen hat, kann die Erträge steuerfrei kassieren. Es sei denn, er setzt die Police als Sicherheit für einen Kredit ein und hält sich dabei nicht an die Regeln.

So wie ein Unternehmer, der ein per Lebensversicherung besichertes Darlehen aufnahm und das Geld am 8. Dezember 2003 auf sein Girokonto überweisen ließ. Erst am 14. Januar 2004 leitete er das Geld an seine GmbH weiter, die in Schwierigkeiten steckte. Der Umweg über sein Privatkonto erwies sich als verhängnisvoller Fehler.

Der Bundesfinanzhof entschied jetzt, dass der Mann die Auszahlung seiner Lebensversicherung versteuern müsse (VIII S 23/06). Eine als Sicherheit eingesetzte Police verliere laut Gesetz die Steuerfreiheit, wenn mit dem Kredit eine "Forderung" gekauft werde. Und eine Anlage auf einem Girokonto gelte nun einmal steuerlich als Forderung gegenüber der Bank.

Dass das Konto nur 0,5 Prozent Zinsen lieferte und somit keine "Einkunftserzielungsabsicht" vorlag, sei egal. Wichtig: Finanzämter sind kulant, wenn ein Kredit höchstens 30 Tage auf einem Konto deponiert ist. Diese Frist war hier aber abgelaufen.

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