Lebensversicherung
Versicherte werden noch einmal zur Kasse gebeten

Verbraucherschützer und Opposition lehnen das Reformvorhaben der Bundesregierung für Lebensversicherer als ungerecht ab. Der Bund der Versicherten spricht von einem Schlag in das Gesicht der Verbraucher.
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BerlinDas geplante Reformpaket der Bundesregierung für Lebensversicherer steht in der Kritik. Das Vorhaben sei ein Schlag in das Gesicht der Verbraucher, sagte der Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten, Axel Kleinlein, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Nicht den Versicherern geht es schlecht, sondern den Kunden“, sagte Kleinlein. Besonders ungerecht sei, dass die Hilfen für die Branche offenbar noch am Tag der Beschlussfassung im Kabinett in Kraft treten sollten. Die Versicherten hätten dann keine Chance mehr, die bisher geltende hälftige Beteiligung an den Bewertungsreserven durch eine vorzeitige Kündigung zu retten. Für eine Regierung, die sich den Verbraucherschutz auf die Fahne geschrieben habe, sei ein solches Vorgehen „ein Unding“.

Der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick sagte der „Rheinischen Post“, die Niedrigzinsphase tauge als Begründung für die Gesetzgebung nicht, wenn viele Unternehmen gut dastünden und nur wenige wegen zu hoher Zinsversprechen Probleme hätten. Wenn überhaupt, könne es Kürzungen für Kunden bei den stillen Reserven nur geben, wenn sichergestellt sei, dass deren Einbehalten wirklich dem Versichertenkollektiv zugutekomme und nicht dem Unternehmen zur Ankurbelung des Neugeschäfts diene.

Die Grünen warnten die Bundesregierung zudem, "mit ein paar Tricks" die Kunden der Lebensversicherungs-Branche "faktisch um Milliardenbeträge zu bringen". Renate Künast, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Recht und Verbraucherschutz, sagte der "Leipziger Volkszeitung": "Dieses Paket hat nicht das Ziel, den versicherten Verbrauchern zu helfen, sondern hier wird eine Branche finanziell bedient."

Die Regierung verteidigte dagegen ihre Pläne. "Das Bundesfinanzministerium strebt eine langfristige und umfassende Stabilisierung der Lebensversicherungen an", sagte Staatssekretär Michael Meister (CDU). Damit solle ein "fairer Ausgleich" zwischen den Versicherten erreicht werden. Dazu könnten Insidern zufolge auch der Garantiezins gekappt und die Provisionen für die Vermittler gedeckelt werden. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, es gebe noch keinen Zeitplan für eine Gesetzesvorlage. In Koalitionskreisen hieß es, der Entwurf werde möglicherweise nicht mehr im März kommen.

Der größte deutsche Lebensversicherer, die Allianz, sieht das Paket positiv. "Ich hoffe sehr, dass wir die Änderung bekommen", sagte Allianz-Leben-Chef Markus Faulhaber am Dienstag in Unterföhring bei München. "Das Produkt würde langfristig geschädigt werden, wenn wir die Überschüsse so wie heute nicht gerecht zwischen den verschiedenen Versicherungsnehmer-Gruppen verteilen würden", sagte Faulhaber.

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  • Lesen hat norbertchenweisnix also auch verlernt.

  • Hallo Strichmännchen, gibt' s auch noch was zur Sache?

  • 1. Antwortfuktion nutzen ist schon schwer?
    2. Die Tasten _ und I fehlen auf Ihrer Tastatur?
    3. Wer hat erlaubt mich zu dutzen?
    4. Hohle Behauptungen ohne Zahlen und Rechnungen, "Da sieht es schon anders aus", ist natürlich ein unwiderlegbares Argument
    5. Meine Zahlen kann man nicht vergessen, sondern sind die tatsächlichen Werte
    6. weils so schon ist nochmal ihr Zitat: "Unsinn", was Sie da von sich geben

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