Mehmet Göker im Interview
„Ich bin glücklich. Ich lächle.“

Die deutsche Justiz jagt Mehmet Göker. Jetzt veröffentlicht der Skandal-Vertreter eine Biografie über sein Leben. Im Interview plaudert er über Versicherungsvorstände und Staatsanwälte.
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Nun hat er also auch noch ein Buch veröffentlicht. Mehmet Göker, der „Gangster-Makler“, der die MEG AG gründete und mit dem Vertrieb von Kranken- und Lebenpolicen reich wurde. Dann ging die MEG Pleite und Göker setzte sich in die Türkei ab. Staatsanwälte und Insolvenzverwalter sind ihm auf den Fersen.

Auf mehr als 300 Seiten breitet Göker in einer Biografie sein Leben aus. Auf eine Abrechnung oder Beichte warten die Leser vergeblich. Das Buch ist eine Plauderei über Geld und dicke Autos. Frauengeschichten gibt es auch, ebenso wie reichlich Vertretergedöns. Hat Göker nach all den Jahren also etwas dazugelernt? Eher nicht, dürften die Leser nach der Lektüre des Interviews auf Handelsblatt Online denken. Und bei den Aussagen Gökers ist Vorsicht angebracht. Wunsch und Wirklichkeit können schon mal verschwimmen.

Herr Göker, wie laufen die Geschäfte?
Gut. Ich bin glücklich. Ich lächle. Ich arbeite hart und es mangelt mir an nichts.

Wieviel verdienen Sie im Monat?
Über Geld und Frauen spricht man nicht. Nur so viel: Es reicht um meinen gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten.

Ist es jetzt vorbei mit der MEG oder kann es ein Comeback geben?

Es war niemals vorbei mit MEG. Denn MEG steht für Mehmet E. Göker. Ich lebe noch.

Wir meinten Ihr altes Unternehmen, den Versicherungsmakler MEG AG.
Ich habe 2003 in der Türkei die neue MEG TK gegründet.

Kommentare zu " Mehmet Göker im Interview: „Ich bin glücklich. Ich lächle.“"

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  • Das HB schreibt: "Eine Generation von Vermittlern lernt durch den Film, wie Verkaufen wirklich funktioniert."

    Wenn die Redakteure des Handelsblatts die Praktiken dieser "Vermittler" als Verkaufen bezeichnet, frage ich mich ob ihnen der Begriff "Moral" irgend etwas sagt. Durch Vortäuschen falscher Tatsachen wurden Verträge geschlossen.
    Das wird gemeinhin als Betrug und nicht als Verkaufen bezeichnet.

  • Den Verbrecher holen wie uns bei Zeiten.

  • Nomen est Omen

    Wenn ein Bäcker Heinz Scheißweich heißt, würden auch Sie nur von ihm Streuselkuchen kaufen, wenn Sie ihn gut kennen.

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