Mit Kindern Steuern sparen - Teil 2: Förderungen und Verpflichtungen
Einkünfte und ihre Folgen

Wenn Kinder plötzlich hohe Kapitalerträge haben, kann das unangenehme Nebenwirkungen haben.

Kindergeld

Beispiel Kindergeld: Sobald ein Kind volljährig ist, gewährt der Fiskus das jährliche Kindergeld von 1 848 Euro oder wahlweise den Kinderfreibetrag von 3 648 Euro nur noch, wenn das Kind nach Abzug gezahlter Sozialversicherungsbeiträge maximal 7 680 Euro verdient. "Stellt sich am Jahresende heraus, dass das Kind höhere Einkünfte hatte, wird rückwirkend das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag gestrichen", so Schäfer. Die Gefahr ist besonders hoch, wenn der Nachwuchs hohe Kapitalerträge hat und noch dazuverdient, etwa in der Ausbildung oder mit einem Nebenjob.

Ausbildungsfreibetrag

Der Steuervorteil von 924 Euro, den der Fiskus für Kinder gewährt, die auswärts studieren, schmilzt bereits ab Einkünften von 1 848 Euro: Alles, was über dieser Grenze liegt, zieht das Finanzamt vom Freibetrag ab.

Krankenversicherung

"Liegen die Einkünfte des Kindes über 4 200 Euro im Jahr, darf es nicht mehr kostenlos in der gesetzlichen Krankenkasse mitversichert werden", warnt Treyde. Somit können sich Kindergeld- oder Steuernachzahlungen und zusätzliche Versicherungskosten auf mehrere tausend Euro im Jahr summieren und den Steuervorteil in Windeseile aufzehren.

BaföG

Auch beim BaföG-Antrag rächen sich hohe Kapitaleinkünfte. Die Finanzspritze vom Staat sinkt, sobald ein Student mehr als 350,50 Euro brutto im Monat verdient. Viel gefährlicher ist die Vermögensgrenze von 5 200 Euro. Denn mancher vergisst beim BaföG-Antrag, dass Mama oder Papa Depots oder Sparkonten auf seinen Namen laufen lassen. Findet das BaföG-Amt später heraus, dass der Antragsteller Vermögen verschwiegen hat, muss der Student nicht nur die Förderung zurückzahlen. Ihm droht zudem eine Strafanzeige wegen Betrugs.

Schenkungsteuer

Dass die Kinder überraschend Schenkungsteuern zahlen müssen, weil sie von ihren Eltern Geld bekommen haben, ist in den wenigsten Familien ein Problem. Die Abgabe ist nur fällig, wenn die Kinder von den Eltern binnen zehn Jahren mehr als 205 000 Euro erhalten. Selbst bei großen Vermögen kann mit rechtzeitiger Planung jede Menge Geld schenkungsteuerfrei an den Nachwuchs abgegeben werden. Schenken statt der Eltern Oma oder Opa, liegt der Freibetrag allerdings nur noch bei 51 000 Euro.

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