Monatsbericht
Deutsche werden immer reicher

Der wirtschaftliche Aufschwung hat die Deutschen im vergangenen Jahr reicher gemacht. Ihr Geldvermögen erhöhte sich um 225 Milliarden oder fünf Prozent auf gut 4,5 Billionen Euro. Dies teilte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht mit. Profitieren konnten die Deutschen dabei auch von dem Boom an den Börsen.

HB BERLIN. Damit hat sich das durchschnittlich Geldvermögen je Haushalt von knapp 60 000 Euro im Jahr 1991 auf 115 000 Euro nahezu verdoppelt. Werden Immobilien und andere Sachwerte berücksichtigt, verfügte jeder Haushalt statistisch gesehen über ein Vermögen von 240 000 Euro. Nach Abzug der Schulden betrage das Reinvermögen etwa 200 000 Euro.

Die Bürger konnten ihr Vermögen nach Einschätzung der Bundesbank in erster Linie durch Sparen vermehren. „Zwei Fünftel gingen jedoch auf Bewertungsgewinne bei Aktien- und Fondsanlagen zurück“, hieß es. Deren Anteil am Geldvermögen betrage inzwischen rund 20 Prozent. Sprudelnde Unternehmensgewinne und die guten Konjunkturaussichten hatten 2006 das wichtigste deutsche Börsenbarometer DAX um rund 22 Prozent nach oben getrieben.

Ihre Verschuldung bauten die Haushalte leicht ab. Die Verbindlichkeiten verringerten sich auf 1,57 Billionen Euro. Das seien aber immer noch rund 400 Milliarden Euro mehr als Mitte der neunziger Jahre. Wegen des boomenden Wohnungsbaus wurden Baukredite aufgestockt. Gewerbliche und für Konsumzwecke aufgenommene Kredite dagegen wurden netto getilgt.

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