Neue Modelle
Lebensversicherungen nutzen Hybridlösung

Fondsgebundene Lebensversicherungen erfreuen sich bei Anlegern großer Beliebtheit: Versprechen sie doch Versicherungsschutz und Garantie und zugleich auch eine Partizipation an Börsenerfolgen, verbunden mit der Hoffnung, mehr Rendite zu erwirtschaften als mit einer reinen Versicherungslösung. Nun sind neue Modelle am Markt, die als Hybridlösungen eine bessere Abstimmung auf den Einzelkunden versprechen.

HB FRANKFURT. Der Einsatz von fondsgebundenen Garantiekonzepten in Lebensversicherungen kann mittlerweile auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Die erste erfolgreiche Generation kam kurz nach der Jahrtausendwende auf den Markt und setzte auf dynamische Wertsicherungsstrategien (CPPI) mit Höchststandabsicherung. Diese Konzeption erlaubte es erstmals, ein Produkt mit festem Garantiehorizont zu erzeugen, das gleichzeitig für laufende Einzahlungen offen gehalten werden konnte. Die Versicherer konnten auf einfache und Eigenkapital schonende Weise attraktive Garantieprodukte anbieten.

Trotz ihres großen Erfolges weist die Methode eine Schwäche auf: Da die Garantie für das gesamte Kollektiv der Fondsanleger gilt, muss sie sich am schwächsten Glied orientieren – und dies ist der Anleger, der zum höchsten Kurs eingestiegen ist. Dieser Mechanismus der Höchststandsicherung führt aber aus Sicht der meisten Anleger zu einer Überversicherung. Eine neue Generation von fondsgebundenen Garantiekonzepten geht nun einen neuen Weg: Sie erzeugt die Garantie durch eine dynamische Anlagestrategie auf Einzelkundenebene.

Die meisten dieser sogenannten Hybridlösungen schichten dabei je nach Marktentwicklung monatlich zwischen dem Deckungsstock des Versicherers und einem Aktienfonds um, der 80 Prozent des Anteilswertes zum Monatsbeginn garantiert. Je weiter der mit dem Rechnungszins abgezinste Barwert der Garantie dabei unter dem aktuellen Depotwert des einzelnen Kunden liegt, desto höher ist das Risikobudget und damit die mögliche Allokation in den Aktienfonds mit Teilgarantie. Bei entsprechend lang laufenden Verträgen kann es so zu attraktiven Aktienquoten kommen.

Ferdinand Haas ist Leiter strukturierte Produkte Deutschland bei der Fondsgesellschaft DWS.

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