Nicht immer kann man sich sicher fühlen
Firma pleite - und meine Pension?

Angesichts von rund 40 000 Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2002 allein in Deutschland interessieren sich Arbeitnehmer und insbesondere die durch den "Pensionssicherungsverein" (PSV) oft nur teilweise abgesicherten Manager aus den Geschäftsführungs- und Vorstandsetagen immer häufiger für eine Frage: Was wird im Insolvenzfall aus meinen Pensionsansprüchen?

Bestehen zur Flankierung oder zur Durchführung einer betrieblicher Altersversorgung Lebensversicherungen, fühlen sich die Betroffenen zumeist sicher - jedoch nicht immer zu Recht. Denn ob Lebensversicherungen insolvenzfest sind, hängt von Voraussetzungen ab, die in der Praxis häufig nicht hinreichend beachtet werden.

So schließen Unternehmen häufig zur Absicherung der Versorgungszusage an Führungskräfte Rückdeckungsversicherungen ab, die dem Unternehmen die Liquidität verschaffen sollen, im Versorgungsfall (zum Beispiel bei Invalidität oder Erreichen einer Altersgrenze) auch leisten zu können. Da das Versicherungsverhältnis indessen allein zwischen dem Arbeitgeber und der Versicherungsgesellschaft besteht, kann die Führungskraft selbst keine Rechte aus der Lebensversicherung herleiten. In der Insolvenz hat dies zwangsläufig zur Folge, dass der Insolvenzverwalter den Anspruch auf die Versicherungsleistung in die Insolvenzmasse zieht. Der nicht durch den PSV abgedeckte Teil der Rente ist dann häufig verloren.

Verpfändung notwendig

Insolvenzfest ist die Rückdeckungsversicherung nur dann, wenn der Arbeitgeber der Führungskraft zuvor den Auszahlungsanspruch verpfändet hat. Dazu bedarf es zum einen einer individualvertraglichen Verpfändungsabrede zwischen dem Mitarbeiter und dem Arbeitgeber. Zum anderen ist eine Anzeige der Verpfändung gegenüber der Versicherungsgesellschaft zwingend erforderlich.

Auch wenn dies pedantisch wirken mag: die Verpfändungsanzeige an die Versicherung sollte man sich vorlegen lassen.

Während die wichtige Funktion der Verpfändung einer Rückdeckungsversicherung bei direkten Versorgungszusagen weithin bekannt ist, herrscht diesbezüglich im Bereich Direktversicherungen häufig Verwirrung. Bei dieser indirekten Form der Altersversorgung sind zwei Vertragsverhältnisse voneinander zu unterscheiden:

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