Noch immer sorgen zu wenig Menschen privat für das Alter vor
Deutsche lehnen Zwang zur Vorsorge ab

Die von einigen Politikern erwogene gesetzliche Pflicht zu einer privaten Altersvorsorge wird einer Umfrage zufolge von der Hälfte der Deutschen abgelehnt. 50 Prozent von knapp 1 500 repräsentativ vom Institut für Demoskopie Allensbach befragten Bundesbürger seien gegen eine Regelung, die den Abschluss einer Riester-Rente oder einer betrieblichen Altersvorsorge vorsehe, teilte der Finanz- und Versicherungsmakler MLP am Montag mit.

HB FRANKFURT/M. Das Heidelberger Unternehmen, das auf die Beratung von Akademikern spezialisiert ist, hatte die Studie in Auftrag gegeben. Rund ein Drittel befürworteten entsprechende Vorschläge. 16 Prozent wollten sich nicht festlegen.

Politiker wie Ex-Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU) und Grünen-Spitzenkandidat Joschka Fischer hatten zuletzt eine gesetzliche Pflicht zur Privatvorsorge ins Gespräch gebracht, da noch immer zu wenig Menschen privat für das Alter vorsorgten. Doch die Bürger wünschen sich statt einer Zwangsrente lieber mehr Aufklärung. Gerade das Unwissen über die Leistungskürzungen im öffentlichen Rentensystem sei ein Grund für die bisherige Zurückhaltung bei der geförderten privaten Altersvorsorge. 58 Prozent der Befragten sind der Auffassung, die Politik sage nicht klar genug, dass die Rente künftig wahrscheinlich nicht mehr als eine Grundsicherung sein werde.

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