Party gilt als Arbeits-Anlass
Unfallkasse zahlt bei Betriebsfeier-Malheur

Bei der Weihnachtsfeier mit Kollegen brauchen sich Angestellte keine Gedanken um mögliche Unfälle machen. Sie sind automatisch versichert.

Der Staat hält seine schützende Hand über Millionen Menschen selbst dann, wenn sie mit ihren Kollegen auf der Betriebsweihnachtsfeier fröhlich sind. Passiert dabei ein Unglück, zahlt die Unfallkasse meist die Kosten für Heilbehandlung und notfalls lebenslange Rente. Stürzt man aber vor der offiziellen Fete im Kollegenkreis auf dem Weihnachtsmarkt, geht das den Staat nichts an. Teure Folgekosten für Freizeitunfälle müssen schlimmstenfalls selbst gezahlt werden.

Im Arbeitsleben können sich Beschäftigte weitgehend auf ihre kostenlose gesetzliche Absicherung verlassen. Der staatliche Schutz geht speziell in Sachen Weihnachtsfeier sogar ziemlich weit.

So ist die betriebliche Party auch dann von der Unfallversicherung abgedeckt, wenn sie nicht in den Räumen des Unternehmens, sondern in einem Lokal steigt. Ob tagsüber oder abends, ist ganz gleich. Auch Alkoholgenuss wird nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Unfälle auf dem Hin- und Heimweg (ohne Umwege) sind versichert, ebenso Aktivitäten vor der Fete: Fällt beispielsweise ein Kollege beim Dekorieren der Räumlichkeiten von der Leiter, springt die Versicherung ein. Gleiches gilt, wenn ein Mitarbeiter bei der Feier den Nikolaus gibt, über den Kostümsaum stolpert und hinfällt. Wird ein externer Weihnachtsmann angeheuert, ist dieser nicht geschützt.

Im Extremfall zahlte die gesetzliche Versicherung sogar dann, wenn sich ein Kollege in Hochstimmung beim Tanzen auf dem Tisch das Bein bräche. War zu viel Alkohol aber die wesentliche Ursache für den Unfall, dürfte sich die Unfallkasse quer stellen und die Leistung verweigern.

Wichtig ist, dass der Chef die Feier genehmigt hat, daran teilnimmt oder wenigstens seinen Vertreter schickt, wie Ulrike Renner-Helfmann vom Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband erläutert. Schließlich soll das gemeinsame Feiern die Verbundenheit zwischen den Mitarbeitern fördern. Das bedeutet aber auch: Kommen in einem 300-Mann-Betrieb nur eine Handvoll Kollegen zur Fete zusammen, greift der Versicherungsschutz nicht mehr. Nicht versichert sind teilnehmende Familienangehörige und Gäste – selbst wenn sie offiziell zur Party des Unternehmens eingeladen waren.

Quelle: News Frankfurt

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