Pensionszusagen und ihre Voraussetzungen
Wie sich Mittelständler eigene Pensionen genehmigen können

Unter bestimmten Voraussetzungen können sich Geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH die eigene Pension zusagen. Allerdings verlangen die Finanzämter eine Rückdeckung der Pensionszusage.

Pensionszusage: Geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH können sich unter bestimmten Voraussetzungen die eigene Pension zusagen. So kann der typische Mittelständler die Pensionszusage als Rückstellung in seiner Bilanz verbuchen und mindert damit die Steuerlast seines Unternehmens.

Voraussetzungen: Was wie eine Einladung zum verminderten Gewinnausweis daherkommt, wird in der Praxis durch strenge Rechtsgrundsätze der Finanzämter kontrolliert. Zunächst gilt das Nachzahlungsverbot, was bedeutet, dass die Pensionszusage nur für künftige Arbeitsjahre gilt, nicht aber rückwirkend. Zudem sollte die GmbH mindestens fünf Jahre bestehen und der Geschäftsführer drei Jahre in Lohn und Brot stehen. Der früheste Auszahlungstermin für die Rente ist das 60. Lebensjahr, der späteste Zeitpunkt für die Zusage der Pension ebenso. Letztlich muss die Altersrente angemessen sein, weil die Finanzämter ansonsten eine versteckte Gewinnausschüttung wittern. Die Höhe der Rente darf daher 75 Prozent des aktuellen Gehalts nicht überschreiten. Die Finanzämter prüfen zudem, ob die Höhe der Pension vergleichbar mit der eines Fremdgeschäftsführers ist.

Finanzierbarkeit der Pension: Die Finanzämter verlangen eine Rückdeckung der Pensionszusage. Die Finanzierbarkeit der Rente über Fonds oder Immobilien muss also nachgewiesen werden. Im Einzelfall kann der Geschäftsführer das Geld auch im Unternehmen belassen, wenn er glaubhaft nachweisen kann, dass die Kapitalrendite im Unternehmen höher ist als die der Finanzanlagen, und auch die Nachfolge geregelt ist. Die Finanzbehörden sind in diesem Fall allerdings sehr restriktiv, damit die Pensionszusage nicht allein dafür missbraucht wird, die Gewinne zu reduzieren.

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