PKV
So sparen Privatpatienten viel Geld

Jahr für Jahr steigen die Prämien in der privaten Krankenversicherung. Mancher Kunde fühlt sich da schnell als Leibeigener. Doch es gibt einen Ausweg aus der Preisspirale: Den Tarif wechseln. Was dabei zu beachten ist.
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DüsseldorfAls Rolf-Dieter Frackmann 1979 in die private Krankenversicherung eintrat, war seine Welt noch in Ordnung. Er war 33 Jahre alt, glücklich verheiratet und beruflich erfolgreich. Als Referent in einem Pharmakonzern verdiente er so gut, dass er sich nicht länger gesetzlich versichern musste. Die Private war unschlagbar günstig, 207 Mark und 40 Pfennige zahlte er im Monat, inklusive Chefarztbehandlung und Einzelzimmergarantie. Mit der Zeit würde es mehr werden, das wusste er. Doch darüber dachte er nicht nach. Es lief ja alles gut.

Die Frackmanns kauften eine Wohnung in Hamburg und später noch eine in der Türkei. Die Beiträge stiegen immer weiter an. 1994 waren es 524 D-Mark, zehn Jahre später schon 608 Euro. Noch tat ihm das nicht weh, sein Arbeitgeber zahlte ja die Hälfte. Eines Tages erkrankte seine Frau. Und Frackmann fragte sich, was sie mit dem Rest ihres Lebens anfangen wollten. Reisen wollten sie. Im Dezember 2010 erhielt er einen Brief von seiner Krankenversicherung. Ab Januar sollte er 741 Euro im Monat zahlen. Da bekam er Angst. Nächstes Jahr würde er in den Ruhestand gehen. Sein Einkommen würde sich halbieren. Die Versicherung müsste er allein zahlen. "Da bleibt nicht viel übrig von der Rente", sagt er.

Millionen Menschen haben so gerechnet wie Frackmann. Sie wurden mit Niedrigtarifen und Extraleistungen in die private Krankenversicherung gelockt. Jetzt kriegen sie die Quittung.

Einer von denen, die sie gelockt haben, war Ozan Sözeri. Er war zehn Jahre lang Versicherungsvermittler. Bis immer mehr Kunden bei ihm anriefen und um Hilfe baten. Sie konnten sich die Krankenversicherung nicht länger leisten - und das in einem Alter, wo die meisten sie erstmals brauchen. Sözeri kennt eine Lösung: den Paragraf 204 des Vertragsversicherungsgesetzes. Er besagt, dass jeder Versicherte innerhalb seiner Kasse in fast jeden anderen Tarif wechseln darf.

Kommentare zu " PKV: So sparen Privatpatienten viel Geld"

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  • Versicherungsberater arrbeiten bei einem Tarifwechsel ausschließlich in Interesse des Kunden. Wenn man hier ableitet, bei einer erfolgsabhängigen Vergütung würde der Berater in seinem Interesse absichtlich günstigere Tarife anbieten um mehr zu verdienen, wäre dieser im Rahmen seiner Haftung dem Kunden gegenüber voll schadenersatzpflichtig. Das wäre ein völlig unsinniges Vorgehen. Ein seriöser Versicherungsberater wird immer versuchen für seinen Mandanten die optimale Lösung bei einem Tarifwechsel zu erreichen. Eine erfolgsabhängige Vergütung hat damit nicht zu tun.

  • Uns ist es gelungen, den KV Beitrag innerhalb der Gesellschaft bei vergleichbaren Leistungen um 300 € im Monat
    zu reduzieren. Sicher die nächste Erhöhung kommt, aber eine Steigerung von 20 % ist bei reduziertem Beitrag doch weniger..hochgerechnet habe ich der Kundin einen Cheque über 50.000 € übergeben. Was sind da 8 Monatsbeiträge als Provision, wenn der Kunden im ersten Jahr 3.600 € spart ?

    Makler Schneider Muggensturm

  • Bei vielen privat Krankenversicherten ist es möglich, die Beiträge zu reduzieren, wenn die Versicherten bereit sind Leistungseinschränkungen zu akzeptieren. Hierbei wird aber oft übersehen, dass Leistungseinschränkungen später meist nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
    Die Entscheidung für einen Tarifwechsel sollte deshalb nicht übereilt getroffen werden.
    Außerdem sollte die aktuelle Beitragsersparnis nicht das wichtigste Kriterium für eine Entscheidung sein.
    Die Praxis zeigt immer wieder, dass sich eine Beitragsersparnis durch künftige Beitragsanpassungen sehr schnell in Luft auflösen kann. Den Beitragsoptimierer stört dies allerdings wenig, da er für seine Tätigkeit bereits ein Honorar von über 4.000 € erhalten hat.

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